Borges schießt VfB Uerdingen zum Titel

Borges schießt VfB Uerdingen zum Titel

Bezirksligist VfB Uerdingen ist Hallen-Stadtmeister mit einem 2:1-Erfolg im Finale gegen den VfR Fischeln II.

Krefeld. Sie waren nicht mehr zu halten. Ausgelassen, tanzend und singend, feierten die Spieler des VfB Uerdingen auf dem Parkett der Glockenspitzhalle den Titelgewinn bei der Fußball-Hallen-Stadtmeisterschaft. Der Dank ging an die Endspiel-Torschützen Boris Vertkin und Stefano Borges. Nach dem 2:1-Erfolg gegen den A-Ligisten VfR Fischeln II stemmten die VfB-Mannen den großen Volksbank-Cup in die Höhe. Immer mittendrin: Ihr Trainer Stefan Rex, der im Augenblick des Triumphs auf eine Niederlage zu sprechen kam: „Das 0:4 gegen Teutonia hat uns gutgetan. Das hat uns richtig gepuscht.“

Gemeint war das letzte Gruppenspiel gegen St. Tönis, wodurch die Rex-Mannschaft noch den ersten Tabellenplatz verpasst hatte. Der Hunger auf Erfolg ist beim VfB Uerdingen noch nicht gestillt. Schon im Sommer gewannen die Fußballer vom Rundweg die Krefelder Feld-Meisterschaft.

In der Bezirksliga üben die Uerdinger ohnehin eine beeindruckende Dominanz aus. Und nun waren sie auch in der Halle nicht zu schlagen, als es darauf ankam. Im Finale schoss Boris Vertkin Uerdingen in Führung, Fischelns Oliver Kogge glich aus. Dann setzte Stefano Borges den Siegtreffer. Dass Fischelns Reserve wie im Vorjahr wieder im Finale stand, war eine Überraschung. Beide Finalisten sind für das Masters in Dülken (17./18. Januar) qualifiziert.

Andere Mannschaften, die ganz weiter vorne erwartet wurden, blieben dagegen überraschend auf der Strecke. Kurios war der Auftritt des Landesligisten Teutonia St. Tönis. Bezieht man die Vorrunde mit ein, blieb die Mannschaft von Trainer Karl-Heinz Himmelmann über neun Spiele hinweg ohne Gegentor. Im Halbfinale aber schlug es hinten erstmals ein — im Neunmeterschießen war Fischeln schließlich nervenstärker. So jäh kann ein Siegeszug enden. Immerhin stellten die St. Töniser in Erhan Mutlu (neun Tore) den besten Torschützen des Turniers.

Im zweiten Halbfinale war auch für den KFC Uerdingen Schluss. Im Stadtteil-Duell stach der VfB Uerdingen die aus mehrheitlich Jugendspielern bestehende KFC-Mannschaft mit 2:0 aus. Ein kleiner Trost bleibt: KFC-Spieler El Houcine Bougjdi wurde zum besten Feldspieler gewählt.

Enttäuschend war der Auftritt des Titelverteidigers TuS Bösinghoven, der an seine Leistung der Vorrunde nicht anschließen konnte. Der Oberligist schied schon nach der Zwischenrunde mit nur drei Punkten aus vier Spiele aus. Gleich im ersten Spiel gab es eine 0:4-Klatsche gegen den späteren Turniersieger.

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