Musik macht stark: Riesiger Kinderchor begeistert

Musik macht stark: Riesiger Kinderchor begeistert

Mehr als 640 Sänger haben ein tolles Programm zum Thema „Wasser“ auf die Beine gestellt.

Krefeld. Krefeld hat am Samstag den größten Kinderchor der Stadt bei einem grandiosen Auftritt in der Glockenspitzhalle erlebt. Mehr als 640 kleine Sängerinnen und Sänger kamen beim vierten Benefizkonzert für den Stipendienfonds „Musik macht stark“ groß heraus.

Wie bei den Olympischen Spielen marschierten die Kinder hinter einer Tafel, die den Namen der Schule oder Kindertagesstätte verriet, in die Halle ein und stellten sich am Rand auf. Das lange Bild mit den selbst gebastelten und gemalten Fischen, die Meeresbewohner aus Pappmaché, die in den Handballtoren baumelten, und die echten Segel- und Ruderboote ließen keinen Zweifel am Thema des Konzerts: Wasser.

Nach dem Fanfarenschall des Blechbläser-Spielkreises der Musikschule begrüßte Oberbürgermeister Gregor Kathstede „den größten Chor, den es in der Samt- und Seidenstadt gibt“. Danach betrat Claudia Wissing ihr Dirigentenpult und zeigte, dass sie als Chorleiterin, Souffleuse und Vortänzerin die Riesenschar Kinder im Griff hat. Nicht nur der Gesang klappte bestens, auch die Bewegungen saßen, wie zum Beispiel das Kraulen beim Lied „Wenn die Tiere schwimmen gehen“.

Großen Mut bewiesen drei junge Sängerinnen bei „Wir Tropfen feiern heut’ ein Fest“. Ganz souverän standen Clara Dülks (6 Jahre), Sophia Hann (8) und Ece Tanriöven (11) vor dem Mega-Chor und den vollen Zuschauerrängen an den Mikrofonen und meisterten hervorragend ihre Soloauftritte.

Doch auch die Erzieherinnen und Lehrerinnen bewiesen ihr musikalisches Können mit einem „I’m Singing in the Rain“ — inklusive Schirm-Choreographie. Grimmig dreinschauende Piraten mit bunten Kopftüchern und Gummistiefeln sangen von gefährlichen Seeräubern und Schatzsuchern.

Aber auch eine Handvoll süßer Fische mit glitzernden Schuppenkostümen hatte einen kleinen Extraauftritt, während die 640 anderen Kinder vom schönsten Fisch im Meer sangen. Danach rollte die La-Ola-Welle durch einen Bach und einen Fluss und schwappte schließlich ins Stadion.

Mit dem Lied „Hand in Hand“, das Birgit Rutzki, eine der Musiklehrerinnen und „Assistenz-Dirigentin“ des Benefizkonzerts, geschrieben hat, endete die Veranstaltung mit einem großen Doppelchor. Nun waren auch Eltern, Großeltern, Onkel, Tanten und Geschwister auf den Rängen in der Pflicht mitzumachen.

Dank der Spenden, die im Anschluss gesammelt wurden, werden wieder Krefelder Kinder vom kostenlosen EMU-Unterricht (der Elementaren Musischen Erziehung) profitieren können.

Mehr von Westdeutsche Zeitung