Hüls: Kulinarisches und Handwerkskunst beim Bottermaat

Hülser Bottermaat : Bottermaat lockt mit Kulinarischem

Besucher aus nah und fern erfreuen sich an Handwerk und Produkten aus der Region.

„Schau mal hier“, ist der Satz, den aufmerksame Zuhörer auf dem Hülser Bottermaat am häufigsten an Sonntag hören. Der Markt zeichnet sich vor allem durch reges Treiben und volle Gassen aus. Der Marktplatz rund um das Rathaus und die Kirche St. Cyriakus ist durch viele Besucher an den Ausstellungs- und Verkaufsständen schon zu Beginn gut gefüllt. Besucher schlendern gemütlich über den mittlerweile zum 42. Male stattfindenden Hülser Bottermaat. Der hat sich lals Institution in Krefeld und Umgebung längst einen Namen gemacht. Zwar zieht der Markt vorwiegend die Hülser an, doch auch der ein oder andere aus der Umgebung ist anzutreffen.

Der Bottermaat beginnt wie üblich am Samstagabend mit Live Musik auf der Bühne vor dem Rathaus. Am Sonntag gibt es dann viel zu sehen. Eine große Zahl an Ständen säumen die Gassen des Marktplatzes. Besonders Stände mit Hang zu Tradition und Handwerk aus der Region sind aufgebaut. So kann man Honig von regionalen Imkern erwerben oder auch handwerkliche Produkte wie Stoffe und Wollartikel.

Vom Kirchturm aus ein Blick
auf das Markttreiben

Besonders die Besucher sind mehr als begeistert von der großen Auswahl und Vielfalt der Stände. Aufgrund des guten Wetters sind Jürgen und Ursula Brefort mit dem Fahrrad nach Hüls gefahren. „Wir kommen immer sehr gerne. Zwar sind wir nicht jedes Jahr da, aber wenn es sich ergibt, ist es wirklich wunderbar“, betont Jürgen Brefort. Seine Frau Ursula pflichtet ihm bei und ergänzt: „Es gibt viele schöne Stände, die man sich bei diesem tollen Wetter gerne ansieht“.

Ursula Brefort ist per Fahrrad mit ihrem Mann nach Hüls gekommen. Foto: Strücken, Lothar (sl48)

Diese Meinung scheinen viele Besucher zu teilen. Überall bleiben die Besucher jeden Alters an den Ständen stehen und schauen beispielsweise beim Herstellen von Butter zu. Auch Familien sind darunter So auch Familie Thomaßen. Papa Simon, Mama Stephanie und Tochter Fina besuchen – wie fast jedes Jahr – den Bottermaat. „Es lohnt sich eigentlich jedes Jahr zu kommen. Dieses Jahr waren wir sogar auf dem Kirchturm“, erzählt Simon Thomaßen. Von dort oben habe man einen tollen Blick über den vollen Bottermaat.

Das kulinarische Angebot lockt
Besucher aus nah und fern

Auch aus der Umgebung sind Besucher gekommen. Dazu gehören Rick und Gabi Lecluyse. Die beiden Kempener sind zum ersten Mal hier und sind wie viele mit dem Fahrrad gekommen. Beide schwärmen davon, wie schön Hüls doch sei, und dass man öfter mal durch Hüls fahren könne. „Wir schauen uns bei dem guten Wetter mal um, besonders der Honig würde mich interessieren“, sagt Gabi Lecluyse. Rick Lecluyse ist besonders auf das kulinarische Angebot gespannt.

Rick und Gabi Lecluye aus Kempen gefällt der Bottermaat und die kulinarischen Angebote aus der Region. Foto: Strücken, Lothar (sl48)

Eine vergleichsweise weite Anreise hat Alexander Riedel hinter sich. Er kommt aus Mönchengladbach und hat sich passend zu seiner geplanten Radtour den Hülser Bottermaat als Zwischenstopp ausgesucht. „Ich war ehrlich gesagt noch nie hier, bin aber positiv überrascht“, beschreibt er seinen ersten Eindruck. Er will sich die Veranstaltung merken, um vielleicht nächstes Jahr mit der ganzen Familie wieder zu kommen.

Dass die Veranstaltung auch Besucher von weiter her ansprechen könnte, kann sich Alexander Riedel gut vorstellen. „Es ist eine interessante Veranstaltung, die definitiv auch etwas für Leute aus anderen Orten seien könnte. Das Angebot ist wirklich etwas Außergewöhnliches, dass man nicht oft zu sehen bekommt. Ich bin froh, hier vorbeigekommen zu sein.“, sagt er.

Auch angesprochene Hülser wünschen sich, dass mehr Besucher von außerhalb in ihren Ort kommen würden. Hüls habe viel zu bieten und weitere neue Besucher wäre eine Bereicherung – für Handel und Gastronomie.

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