Krefeld: Tausende genießen Bottermaat

Krefeld : Tausende genießen Bottermaat

Frisches vom Bauern, alte Handwerkskunst, jede Menge Bühnenshow und offene Geschäfte: Am Sonntag gab es in Hüls das volle Programm.

Krefeld. „Die Konventstraße erinnert mal wieder an eine übervölkerte enge chinesische Gasse“, stöhnt am Sonntag ein Besucher des Bottermaat in Hüls. Es war um die Mittagszeit fast kein Durchkommen. Besucher und Käufer drängten sich an den Ständen vorbei und nach 13 Uhr öffneten auch die Hülser Geschäfte. Der 41. Markt seiner Art lockte die Krefelder, Niederrheiner aus dem Umland und Gäste von weiter her an wie eh und je. Lange vor der Eröffnung waren die Stände und Buden bereits umlagert.

Foto: abi

Um 11 Uhr fand Kathrin Fuldner, Vorsitzende des veranstaltenden Hülser Werberings, freundliche Worte für die Anbieter und Besucher: „Ich danke besonders allen ehrenamtlichen Helfern für ihr Engagement.“ Bürgermeisterin Karin Meincke lobte die Vielfalt des Angebots. Auf der Bühne neben der Konventkirche stand auch Bezirksvorsteher Hans Butzen und schätzte, dass man mehr als 30 000 Besucher zu Gast hatte, dem herrlichen Spätherbst-Wetter sei es gedankt.

Foto: abi

Essen und Getränke gab es in großer Auswahl. Früh am Tage hatten die Wespen noch nicht die vielen Blechtorten entdeckt, wogegen die Passanten schon vom Pflaumenkuchen naschten. Es gab eine Breetlook-Pfanne und allerhand Trinkbares. Die Orbroicher hatten mehr als 50 Kisten mit Äpfeln aufgefahren und per Handbetrieb wurde Apfelsaft produziert. Nebenan waren die Hülser Trinas dem Marktmotto verpflichtet und zeigten die Butterherstellung. An zahlreichen Ständen gab es Breetlook und andere frische Gemüse. Den Blumenliebhabern lachte bei der großen Auswahl das Herz im Leibe.

Foto: abi

Besonders umlagert waren die Handwerker. Neben der Kirche St. Cyriakus hatte sich Norbert Gatz, ein Schmied aus Duisburg, niedergelassen. Auf einer kleinen handbetriebenen Feldschmiede produzierte er Schlüsselanhänger und kleines Werkzeug.

Ebenso umlagert war vor dem Stand des Verlags Kaltenmeier eine historische Druckpresse. Paul Funger demonstrierte mit einem Klischee die Herstellung eines Flyers. Dieser wurde „standesgemäß“ mit einem Fingerabdruck personalisiert. Und gleich gegenüber verspann Silvia Schnell vom Wikingerhort Oberhausen fingerfertig heimische Schafschurwolle.

Zwei Bühnen sorgten für Stimmung: Auf der Rathausbühne moderierte von 12 bis 16 Uhr Karin Meincke die abwechselungsreichen Darbietungen, währen auf der Bühne am Konventplatz Peter Hoebertz das Wort führte. Nach der Eröffnungsrunde gab es ein munteres Interview mit Aline Focken, der Weltmeisterin und Olympiateilnehmerin im Ringen. Erst nach 18 Uhr, als die Geschäfte wieder schlossen, kehrte wieder Ruhe ein.

Für die Jugend und Junggebliebenen hatte das Hülser Fest bereits am Samstagabend auf dem Hülser Markt begonnen. Die aus Hüls stammende Band Groove Company, gegründet 2007, bot mit der Mischung aus Rock, Funk und Soul die passende Kulisse für ein großes Open-Air-Fest. Die sechs Musiker wurden wieder unterstützt durch Sängerin Laura Geiger. Seit einigen Jahren schon sind sie die Sitzungsband des Sechserrats der Katholischen Jugend und gut bekannt und vernetzt.

Mehr von Westdeutsche Zeitung