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Digitalisierung in Krefelder Schulen: Noch viele Hürden zu nehmen

Kommentar : Viele Hürden

Redakteur Werner Dohmen mit seiner Meinung zum Thema Digitalisierung in Krefelder Schulen.

Die Digitalisierung der Krefelder Schulen haben Stadtverwaltung und Rat nicht erst seit Beginn der Corona-Pandemie angepackt. Erste Beschlüsse dazu gab es bereits 2017, schon ein Jahr später ging das Zentrum für digitale Lernwelten an den Start. Doch erst durch Corona ist jetzt so richtig deutlich geworden, dass zur Umsetzung der Digitalisierung viele Hürden überwunden werden müssen.

Mal hapert es beim Breitbandausbau an den notwendigen Firmen. Mal fehlt bei der Verwaltung das Personal zur Umsetzung von Konzepten. Mal mangelt es an datensicheren Software-Lösungen, die das nun stark nachgefragte Homeschooling erst möglich machen. Vom Land gab es dazu lange keine Vorgaben, was sich mittlerweile aber stark verbessert hat. So wurden unter anderem die digitale Lernplattform Logineo und der Online-Mediendienst Edmond entwickelt.  

Die Voraussetzung, die Digitalisierung in Krefeld endlich voran zu bringen, sind derzeit so gut wie nie. Denn auch das ist eine Folge von Corona: Bereitwillig werden von Bund und Land neue Fördertöpfe eingerichtet, aus denen zum Beispiel der Ankauf von Tablets für Schüler oder Lehrer finanziert werden kann. Es ist gut und richtig, dass sich die Schulverwaltung nach einigem Zögern um die zusätzlich bereitgestellten Geldmittel bemüht.  Auch wenn der Hinweis des Schuldezernenten, dass die zeitlichen Vorgaben dazu „sportlich“  sind, korrekt ist: Den freiwilligen Verzicht auf Geldmittel aus Düsseldorf hätte in Krefeld niemand den betroffenen Schülern, Eltern und Lehrern erklären können.