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Krefeld-Nordbezirk: Grundwasser und Wohnen im Fokus

Kommunalwahl : Grundwasser und Wohnen im Fokus

Was die Kandidaten der verschiedenen Parteien in der Bezirksvertretung erreichen wollen.

Die Verbesserung der Lebensqualität sowie der Infrastruktur mit bezahlbarem Wohnen für alle Generationen – das sind die zentralen Themen der Parteien im Nordbezirk. Das steigende Grundwasser in Verbindung mit den Niepkuhlen sowie Begegnungsstätten für die Bürgerinnen und Bürger sind Beweggründe für die Parteien, sich zu engagieren.

Die Kandidaten der SPD

Gisela Klaer, Ralph-Harry Klaer, Simon Streit, Peter Querfurth, Konstantin Meyer, Uwe Bauer, Diethard Meyer, Karl-Heinz Duchene

Was ist aus Ihrer Sicht das wichtigste Projekt im Stadtteil?

Gisela Klaer: Die Lebensqualität und Attraktivität im Bezirk sichern und verbessern. Dazu gehören die Lösungen für das Thema Grundwasser, Erschließung der Straßen und Kanalisation, Ausbau von Sport, Breitband, Kindergärten, Bäume und Radwege; Wohnraum schaffen.

Die Schlaglöcher am Schroersdyk sind ein Ärgernis der Anwohner. Foto: Andreas Bischof

Welche weiteren Projekte verfolgen Sie in der kommenden Wahlperiode?

Stärkung der Bürgerbeteiligung durch mehr öffentliche Diskussionsforen der Bezirksvertretung. Schutz der unbebauten Grünflächen, Einrichtung eines Jugendzentrums, Erhalt der Bezirksverwaltungsstelle. Straftaten und Ordnungsdelikte systematisch durch Aufklärung und Präsenz des KOD senken (Wohnungseinbrüche, massives Falschparken, Füttern von Straßentauben).

Die Kandidaten der CDU

Wolfgang Hildach, Michael Stenders, Gerd Göbels, Peter Vermeulen, Maximilian Becker, Christian Möller, Anna Letschert, Birgit Schönfisch, Ralf Matura, Kerstin Radomski

Was ist aus Ihrer Sicht das wichtigste Projekt im Stadtteil?
Wolfgang Hildach: Der Krefelder Norden ist lange genug vernachlässigt worden. Dringend notwendig ist eine Verbesserung der Infrastruktur.

Die Hubert-Houben-Kampfbahn ist ein Schmuckstück und steht teilweise unter Dekmalschutz. Foto: Jochmann, Dirk (dj)

In sieben Punkten: Strassensanierung – Schroersdyk und Winnertzweg sind ausbaubedürftige Erschließungsstraßen, weitere Straßen sind noch nicht abschließend ausgebaut oder erfordern wenigstens neue Straßenbeläge. Barrierefreie Fußüberwege müssen geschaffen werden. Kanalsanierung – in letzter Zeit brechen Kanäle ein, schlimmer noch, manchmal entsteht ein Gestank, der kaum auszuhalten ist. Lösung des Grundwasserproblems Kliedbruch – darüber ist lange genug gesprochen worden. Nur die Stadt kann praktikable Lösungen aufzeigen.

Welche weiteren Projekte verfolgen Sie in der kommenden Wahlperiode?

Entwicklung des Kasernengeländes – seit Jahren wartet der Norden auf eine Entwicklung einschließlich einer klugen Lösung für das zu erwartende Verkehrsaufkommen. Ausbau Appelweg zu einer Spielstraße nach Fertigstellung der Kita, Lösung der Stellplatzfragen für Kindergarten, Schwimmclub SVK und die Hubert-Houben-Anlage. Beibehaltung der Bezirkssportanlage Schroersdyk und denkmalgerechte Sanierung der historischen Sportanlage Hubert-Houben.

Die Kandidaten der Grünen 
Jörg Thiele, Benjamin Zander, Bernd Jacobitz

Was ist aus Ihrer Sicht das wichtigste Projekt im Stadtteil?

Jörg Thiele: Als wesentliche Projekte sehe ich die Sozialraumentwicklung im Bereich Dieselstraße/Bückerfeldstraße/ Kempener Allee sowie die Verkehrslage und das Mikroklima. Wir wollen uns für eine attraktive und vielfältige Mobilität im Bezirk und der Stadt einsetzen, hin zur menschenfreundlichen Stadt.

Welche weiteren Projekte verfolgen Sie in der kommenden Wahlperiode?

Wir stehen für die Teilhabe aller Generationen in den Quartieren. Dafür braucht es Begegnungsstätten wie Sportanlagen, Spiel- und Aufenthaltsplätze. Diese wollen wir fördern und entwickeln. Im Nordbezirk wächst die Einwohnerzahl stetig. In unseren Quartieren muss das Wohnen für alle bezahlbar bleiben.

Die Kandidaten für die FDP

Jörg Blaschke, Uwe Kleckers, Sebastian Stachelhaus

Was ist aus Ihrer Sicht das wichtigste Projekt im Stadtteil?

Aufgrund der Einstellung des Abpumpens von Grundwasser durch die Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) sind zunehmend die Keller von Häusern im Nordbezirk von Feuchtigkeit betroffen. Das wichtigste Projekt ist die Umsetzung des Vorschlags der FDP, dass die Stadt die Pumpen übernimmt und das Wasser (einschließlich des Oberflächenwassers im Neubaugebiet Wiesenhof) den austrocknenden Niepkuhlen zuführt.

Welche weiteren Projekte verfolgen Sie in der kommenden Wahlperiode?

Die Hülser Straße muss weiter überquerbar sein. Die mit dem florierenden Gewerbegebiet Mevissenstraße und der geplanten Wohnbebauung an der Kempener Allee verbundenen Verkehrsströme müssen endlich gelöst werden.