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Corona in Krefeld: Öffnen trotz Lockdown? Stadt kündigt Kontrollen an

Reaktion auf #Wirmachenauf : Öffnen trotz Lockdown? Krefeld kündigt Kontrollen von Geschäften an

Die Krefelder Stadtverwaltung hat Kontrollen von Geschäften angekündigt. Es geht um Aufrufe an Gewerbetreibende, trotz Corona-Lockdowns zu öffnen.

Die Krefelder Stadtverwaltung hat am Donnerstag Kontrollen angekündigt, ob die Coronaschutzverordnung eingehalten wird. Auch ein Krefelder Kosmetiker, der einer der Initiatoren einer bundesweiten Kampagne von Ladeninhabern sein soll, könne mit einem Besuch rechnen. Verbotswidrige Geschäftsöffnungen würden mit 2500 Euro Bußgeld geahndet. Eine Polizeisprecherin sagte, die Polizei werde Hilfe leisten, wenn sie vom Ordnungsdienst darum gebeten werde.

Kostenpflichtiger Inhalt Unter dem Schlagwort #Wirmachenauf kursieren in sozialen Medien Aufrufe an Gewerbetreibende, ihre Betriebe trotz des Lockdowns zu öffnen. Aber: „Der Stadt liegen keine verlässlichen Erkenntnisse vor, ob und wer öffnet“, erklärte ein Sprecher der Stadt unserer Redaktion.

Der Krefelder Kosmetiker sagte, er habe keine andere Wahl als zu öffnen, weil er andernfalls zum Monatsende insolvent sei. Die staatlichen Hilfen seien nicht ausreichend und für den Dezember noch gar nicht eingetroffen.

Der Handel in Deutschland erteilte Aufrufen zur Öffnung von Läden und Gaststätten trotz Lockdowns unterdessen eine Absage. „Für den Handel steht die wirkungsvolle und schnelle Bekämpfung der Pandemie an erster Stelle“, teilte der Handelsverband Deutschland in Berlin mit.

Die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands, Ingrid Hartges, sagte: „Bei allem Verständnis für den maximalen Frust, den Unmut und die immer größer werdende Verzweiflung appellieren wir an die Unternehmer, die Restaurants nicht zu öffnen und nicht gegen geltendes Recht zu verstoßen.“

Am Dienstagabend hatten Bund und Länder vereinbart, die Schließungen bis Monatsende zu verlängern. Die Aktion #Wirmachenauf mache die Verzweiflung vieler Unternehmen deutlich, hieß es beim Handelsverband. „Der Handel bringt derzeit ein großes Opfer im Rahmen der Pandemie-Bekämpfung.“

Unterdessen hat sich auf Social-Media-Kanälen wie Twitter eine Gegenbewegung gebildet: Unter dem Hashtag #WirmachenEuchDicht rufen Befürworter der Maßnahmen auf, bei illegalen Geschäftsöffnungen sofort Strafanzeige zu erstatten.

(dpa/red)