Platz 8: Japanisches Feuerwerk Düsseldorf

Jahresrückblick : Platz 8: Japanisches Feuerwerk Düsseldorf

Google hat für unsere Redaktion eine Liste zusammengestellt, welche Suchbegriffe in Verbindung mit Düsseldorf den stärksten Zuwachs erfahren haben. Daraus ist ein etwas anderer Jahresrückblick entstanden.

Düsseldorf hat zwei große Feuerwerke im Jahr: Das eine ist am Freitagabend des zweiten Wochenendes der Rheinkirmes, das andere ist der Höhepunkt des Japantages Ende Mai. Das Kulturfest am Rheinufer zieht jedes Jahr massenhaft Besucher an – 2018 waren es 600 000. Angesichts dieser Zahl ist es fast schon verwunderlich, dass die Suchkombination nicht noch höher in der Liste steht.

Der Aufwand für das Feuerwerk ist umfangreich: Vorbereitet und konzipiert wird das Lichterspektakel in Japan, deutsche und japanische Pyrotechniker sorgen für die Durchführung am Oberkasseler Rheinufer. Jedes Jahr steht ein anderes Thema im Mittelpunkt. Um das Leitmotiv „Japanische Tradition – Kunst und Kultur“ umzusetzen, ersannen die Macher dieses Jahr fünf Szenen mit einer Gesamtdauer von 25 Minuten. 1538 Feuerwerkskörper wurden dafür gezündet. Am Ende steht traditionell der für das japanische Feuwerk typische Goldregen, der „Kamuro“ genannt wird.

Bundesweit und auch international hat der Japantag mit seinem Feuerwerk an Bekanntheit gewonnen. Die „New York Times“ wies im Mai dieses Jahres in einem Artikel über japanische Restaurants in Düsseldorf auch auf das Feuerwerk hin. Zudem war im Mai die dänische Instagramerin Mette Willert in der Stadt, um das Geschehen zu dokumentieren. Auch in dem deutschsprachigen Wikipedia-Artikel zum Thema Feuerwerk wird als erstes ein Bild des Spektakels des Japantags gezeigt.

Das Japantag-Feuerwerk in Düsseldorf ist spektakulär, wird aber im Umfang von vielen Veranstaltungen in Japan übertroffen. Beim Sumidagawa-Feuerwerk in Tokio beispielsweise werden parallel an zwei Orten insgesamt knapp 20 000 Feuerwerkskörper gezündet. Dies greift die Tradition auf, das sich zwei Feuerwerker einen Wettbewerb liefern. Vielleicht wäre das ja auch etwas für Düsseldorf?

>>>Hier geht es zur kompletten Liste: Was die Menschen 2018 über Düsseldorf wissen wollten

(jaw)
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