Nach Rodung im Sommer: 16 neue Bäume für den Fürstenplatz in Düsseldorf

Friedrichstadt : Nach Rodung im Sommer: 16 neue Bäume für den Fürstenplatz

Auf dem Platz in Friedrichstadt sollen die Kastanien ersetzt werden. Eine Kiefer wird bei den Neupflanzungen zum Experiment.

Verärgert hatten im Sommer Anwohner und Bezirkspolitiker am Fürstenplatz reagiert, als die Stadt dort plötzlich die Büsche rund um den Fürstenplatz roden ließ. Und Bezirksbürgermeister Marko Siegesmund, der selber dort wohnt, musste sich oft in den vergangenen Monaten fragen lassen, wann denn die leeren Baumscheiben wieder bepflanzt werden. In der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung 3 (u.a. Friedrichstadt, Unterbilk) gab Tobias Lauterbach vom Düsseldorfer Gartenamt Antworten.

Er stellte das Konzept der Baumnachpflanzungen vor, das vorsieht, bis zum Frühjahr 2019 insgesamt 16 neue Bäume zu pflanzen. Bei der Anordnung richtet man sich nach den historischen Plänen aus dem Jahre 1906 des Gartenarchitekten und ersten Gartenamtsdirektors von Düsseldorf, Walter von Engelhardt. So sollen die Lücken im äußeren Rahmen des Stadtteilplatzes mit Linden bepflanzt werden und auch in der Mitte soll wieder ein Lindenkranz entstehen. Als Solitär neben diesem Kranz ist ein Trompetenbaum geplant, im Süden sind Eichen vorgesehen.

Die Karte zeigt, wo die alten und neuen Bäume am Fürstenplatz in Friedrichstadt stehen. Foto: Stadt Düsseldorf

Neben dem denkmalgeschützten Industriebrunnen gab es früher ein Ensemble von zwei Mal sechs Roßkastanien. Drei wurden durch Sturm Ela zerstört, zwei weitere waren krank und auch die noch vorhandenen sind laut Lauterbach alle geschädigt. „Wir planen deshalb dort einen Baumartenwechsel und möchten sie durch eine Kirschenart ersetzen.“ Vorstellbar ist, dass die vorhandenen Kastanien alle gefällt werden, um dann gleich zwölf Kirschen zu pflanzen, um ein einheitliches Bild zu bekommen.

Und dann ist am Fürstenplatz auch noch „ein Experiment“ geplant. So bezeichnet Lauterbach die geplante Pflanzung einer Kiefer am Pavillon. Die könnte als „lebendiger Weihnachtsbaum“ genutzt und Jahr für Jahr im Advent geschmückt werden. Bezirksbürgermeister Marko Siegesmund sagt: „Ich finde es gut, wenn Weihnachtsbäume nicht immer gefällt, angekarrt und abgeholt werden müssen.“ Er könne sich gut vorstellen, dass es Anwohner gibt, die das Schmücken — erstmals zum Weihnachtsfest 2019 — übernehmen möchten.

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