Musik: Eine Musikakademie mitten in der Düsseldorfer Altstadt

Musik: Eine Musikakademie mitten in der Düsseldorfer Altstadt

Die Anton-Rubinstein-Akademie für Musik ist eine Ergänzung und Alternative zu staatlichen Hochschulen. Wir stellen sie vor.

Mitten in der Altstadt, über einer kleinen Kneipe erklingt klassische Musik. Übt da jemand fleißig an seinem Instrument, zu Hause, bei einem guten Glas Wein? Bei näherem Hinhören jedoch merkt man, hier sind Künstler ihres Faches am Werk. Profis. Es wird an technischen Raffinessen gefeilt. Ob nun Klavier, Streicher oder Bläser, sogar Gesang. Dort, von außen ganz unscheinbar, liegen die Räumlichkeiten der Anton-Rubinstein-Akademie, einer privaten Musikakademie, die Musiker aller Art aus- und fortbilden möchte. Dieser Ort, an dem sich Musiker vervollkommnen können, an dem sie nicht nur von namhaften Dozenten an ihrem Instrument geschult werden, sondern auch theoretischen Unterricht erhalten, versteht sich schon als eine Alternative zu den staatlichen Hochschulen. Ist der Unterricht zwar bisweilen auch Ergänzung, wie in Meisterkursen etwa, so bietet die Akademie vor allem den Menschen eine Möglichkeit, auf hohem Niveau Musik zu studieren, die, aus welchen Gründen auch immer, nicht an einer staatlichen Musikhochschule studieren können, wollen oder auch dürfen. Oft auch Studenten aus anderen Ländern, etwa aus China.

Um den Musikern einen Abschluss, wie etwa einen Bachelor oder Master of Music anbieten zu können, kooperiert die Akademie mit Hochschulen. Unterrichtet wird an der Rubinstein-Akademie, geprüft an der jeweiligen Hochschule. Zudem veranstaltet die Akademie regelmäßig Wettbewerbe, die für alle Interessierten offen stehen. Anfang November zum Beispiel für Gesang, Ende November für Kammermusik. Die Studenten der Akademie präsentieren sich auch regelmäßig in Konzerten.

Seit ihrer Gründung im Jahr 2002 hat sich die Akademie immer wieder gewandelt, erklärt Michael Blatow, Herz und Kopf hinter der Akademie. Was blieb ist die enge Kooperation mit dem Steinway-Haus Düsseldorf; was sich entwickelt hat, kann sich sehen lassen. Die private Akademie, die immer wieder um staatliche Anerkennung kämpfen musste, hat ihre Nische gefunden, kann auf eine ansehnliche Reihe an Dozenten zurückgreifen, die auch aus örtlichen Symphonieorchestern rekrutiert sind. Eine Besonderheit ist zudem die extensive Sammlung an Streichinstrumenten und Bögen, die die Akademie ihr eigen nennen kann. Zu einem adäquaten Studium eines Streichinstrumentes gehört nun mal auch die Möglichkeit, auf einem entsprechend hochwertigen Instrument lernen, üben und spielen zu können.

Die attraktiven Räumlichkeiten der Akademie an der Flinger Straße 1 werden auch für Ausstellungen genutzt. So findet ab dem 12. Oktober (Vernissage 18 Uhr) eine Schau mit Fotografien der Schauspielerin Luise Rainer statt. „Eine Hollywood-Göttin aus Düsseldorf“ beleuchtet das Leben der Diva.

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