Hitzefrei auf dem Carlsplatz, wenig los in Düsseldorfs Innenstadt

Hitzefolgen : Hitzefrei auf dem Carlsplatz

Viele Kunden meiden die Stadt bei den derzeitigen Temperaturen.

Schon in der prallen Mittagssonne herrschte Dienstag viel weniger Betrieb auf dem Carlsplatz als sonst. Am Flughafen wurde mit 36,8 Grad der Spitzenwert in Nordrhein-Westfalen gemessen. Um 15 Uhr entschied sich Carlsplatz-Geschäftsführer Heiner Röckrath dafür, den Händlern hitzefrei zu geben. Doch nicht nur der Wochenmarkt leidet unter den Temperaturen. Auch andere Geschäfte blieben leer, weil die Menschen lieber erst gar nicht in die Stadt fahren. Oder sich im Schwimmbad abkühlen.

„Wenn die Kühlanlagen es nicht mehr schaffen, hat es keinen Zweck mehr“, begründet Röckrath seine Entscheidung. Er hat es den Händlern freigestellt, ab 15 Uhr zu schließen. Auch am Mittwochnachmittag dürfen die Stände früher als sonst die Rolladen herunterlassen. Röckrath: „Das ist aber eine absolute Ausnahme. Das haben wir zum ersten Mal im vergangenen Jahr gemacht.“

Um die Ecke bei der Bäckerei Hinkel sieht es nicht anders aus. Wie gewohnt viele Verkäufer stehen hinter der Theke, aber es sind kaum Kunden da. „Und wir haben schon weniger gebacken“, verrät eine Mitarbeiterin. Sogar beim Eiscafé Pia an der Kasernenstraße gibt es keine Schlange.

Dass bei fast 40 Grad weniger Kunden in die Stadt kommen, weiß auch der Handelsverband Düsseldorf. „Aber da verlagert sich dann viel in den Abend“, erklärt Pressesprecherin Carina Peretzke, „Lebensmittel muss man ja schließlich kaufen. Aber auch Wasser und Bademode laufen gerade gut.“ si

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