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Handball: HSG Krefeld: „Individuell besser besetzt als zuletzt“

Handball : HSG Krefeld: „Individuell besser besetzt als zuletzt“

Trainer Olaf Mast von Handball-Drittligist HSG Krefeld muss aus vielen guten Spielern eine funktionierende Mannschaft formen.

Krefeld. Finanziell kräftig in die Hände gespuckt haben die Macher von Handball-Drittligist HSG Krefeld, um am 27. August mit einer schlagkräftigen Mannschaft in die fünfte Spielzeit der Spielgemeinschaft zu starten. Das Team von Trainer Olaf Mast wird dann ein völlig anderes Gesicht haben.

Acht neue Spieler müssen integriert werden. Hier sieht Mast seinen ersten Schwerpunkt: „Individuell ist das Team sicher besser aufgestellt als zuletzt. Meine Aufgabe liegt darin, aus Einzelkönnern eine Mannschaft zu formen.“

Mit Max Zimmermann kehrt vom TV Korschen-broich der Torschützenkönig der 3. Liga mit 215 Toren — davon 43 Siebenmeter — zurück nach Krefeld. Der Ex-Königshofer wird für viel Belebung auf der linken Außenbahn sorgen.

In Jens Reinarz hat der 26-Jährige zukünftig den besten Torschützen von Eintracht Hagen mit 150 Treffern — davon 38 Siebenmeter — an seiner Seite, der auch auf der halblinken Seite spielen kann. Reinarz zählt mit 35 Jahren zu den routiniertesten und vielfältig einsetzbarsten Spielern der Liga. Mast sagt: „Ich freue mich, endlich einmal mit Jens zusammen arbeiten zu können. Ich habe schon so oft versucht, ihn in meine Teams zu locken.“

Simon Ciupinski, der ebenfalls von Eintracht Hagen kommt, ist der Nachfolger von Dario Polman und zweiter Spielmacher neben Kapitän Tim Gentges. Beide sind vom Spielertyp nicht zu vergleichen. Ciupinski stellt sich meist in den Dienst der Mannschaft, sucht oft die Wege, die weh tun, ist aber nicht so torgefährlich wie Gentges. Doch beide Spieler können auf die Halbpositionen ausweichen, ebenso wie Michel Mantsch, der vom TV Korschenbroich kommt. Der 24-Jährige liebt die linke Halb-Position, kann auch in der Mitte spielen.

Doch die Achillesferse der HSG Krefeld in der gerade abgelaufenen Saison war die ungenügend besetzte halblinke Position, die immer noch als Königsposition bezeichnet wird. Von dort gilt es, einfache Tore über die Abwehr hinweg zu werfen. Neben Mantsch soll dies Jonas Vonnahme tun. Der 22-jährige Student kommt vom VfL Fredenbeck an den Niederrhein.

Maik Schneider war in der abgelaufenen Saison Garant auf der halbrechten Position und dort oft genug Alleinunterhalter, trotz lädierter Schulter. Mit Hendrik Schiffmann aus Korschenbroich erhält Schneider Konkurrenz und Entlastung zugleich. Der 24-Jährige ist 1,96 Meter groß und damit zwei Zentimeter kleiner als Damian Janus. Der Abwehr-Spezialist von Absteiger Ratingen, einst für den SC Bayer Uerdingen im Einsatz, unterstützt als Kreisläufer die bewährten Akteure Marcel Görden und Gerrit Kuhfuß.

Doppelt besetzt ist zukünftig wieder die rechte Außenbahn. Völlig offen ist das Rennen um den Stammplatz zwischen Philipp Liesebach, der aus der Regionalliga von Borussia Mönchengladbach kommt, und Hannes Hombrink, der wegen einer Verletzung fast sechs Monate bei der HSG ausfiel.

Gelernt haben die HSG-Verantwortlichen aus der Torwartmisere. Zunächst fiel Stefan Nippes wegen der Beseitigung von Stahlplatten nach einem Beinbruch aus. Dann fehlte Philipp Ruch seit Ende November mit diversen Verletzungen. Beide sind wieder dabei. Der nachverpflichtete Routinier Benedikt Köß geht als Nummer drei mit in die Saison.

So sind 16 Spieler bereits fest eingeplant. Bleibt allein Timo Heuft übrig. Der vom ART Düsseldorf mitten in der abgelaufenen Saison verpflichtete Spieler besitzt einen gültigen Vertrag. Er wäre der 17. Mann im HSG-Kader. Zieht der gebürtige Ludwigshafener seine Vertragsoption, hätte Mast die halblinke Position dreifach besetzt.