Wuppertaler SV: Wegberg-Beeck gegen WSV: Rot-Blau nimmt einen Punkt mit

Wuppertaler SV : Wegberg-Beeck gegen WSV: Rot-Blau nimmt einen Punkt mit

Der WSV war zwar die spielbestimmende Mannschaft, konnte daraus aber kein Kapital schlagen. Ein klarer Elfmeter ist dem WSV verwehrt geblieben.

Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV bleibt im Fußball-Jahr 2018 ungeschlagen. Am Dienstag kamen die Wuppertaler beim Tabellen-16. FC Wegberg-Beeck allerdinge nicht üer ein 0:0 hinaus, kletterten trotzdem auf Rang sechs. Unter dem neuen Trainer Christian Britscho hat die Mannschaft jetzt fünf Punkte aus drei Spielen geholt. Nun wächst die Vorfreude auf das erste Heimspiel —den Westschlager gegen Alemannia Aachen am Samstag.

André Mandt musste gegen Wegberg-Beeck frühzeitig unter die Dusche: In der 69. sah der 24-Jährige Gelb-Rot. Foto: Otto Krschak

Britscho hatte nach dem auch spielerischen Feuerwerk beim 1:1 gegen Spitzenreiter Köln gewarnt, dass gegen den unorthodox spielenden Abstiegskandidaten vor allem harte Arbeit gefragt sein würde. Die Formation hatte er gegenüber Köln nur auf einer Position geändert. Andre Mandt rückte für Enes Topal in die Startformation. Dennis Dowidat vertrat wie schon ab der 43. Minute in Köln den verletzten Kapitän Gaetano Manno. Für den trug erstmals Silvio Pagano die Binde. In Köln hatte sie Manno noch an Gino Windmüller weitergereicht. Schnell wurde klar, dass sich Britschos Prognose bewahrheiten würde.

Der WSV versuchte es gegen die meist mit zwei Viererketten hinter dem Ball agierenden Gastgeber zunächst mehr mit langen Bällen. Erst langsam setzt sich die größere spielerische Klasse durch. Bevor Christopher Kramer nach acht Minuten den ersten Kopfball aufs Beecker Tor platzieren konnte, hatten auch die Hausherren eine gute Chance. Als Thomas Lambertz im Mittelfeld gegen den aufgerückten Tjorben Uphoff überwand, war Holland in Not. Mit vereinten Kräften wurde der schnelle Mann gerade noch vor dem Tor gestoppt. Nach einer Viertelstunde hätte Torjäger Kramer den WSV dann in Führung bringen müssen. Einen passgenauen langen Ball des starken Dennis Dowidat in die Spitze verarbeitete Kramer zunächst klasse, scheiterte dann aber aus elf Metern erneut an Torwart Stefan Zabel. Der WSV war überlegen, musste aber stets auf der Hut sein. Etwa bei einer Slapstickeinlage von Torwart Joshua Mroß, der ein Rückpass von Tjorben Upoff auf dem nicht gerade ebenen Rasen über der Fuß tropfte und Richtung Tor trudelte. Mroß hetzte hinterher und konnte noch kurz vor der Linie klären.

„Wir müssen aufpassen, dass wir nicht zu offen sind“, warnte Britscho am Rand. Kurz darauf wurde er bestätigt, als Norman Post und Torjäger Shpend Hasani allein in die entblößte WSV-Hälfte stürmten. Mroß stürzte Post fast bis zur Mittelllinie entgegen, konnte ihn zwar nicht stoppen, aber so verlangsamen, dass der als letzter Mann zurückgeeilte Pagano ihm den Ball noch ablaufen konnte. Puh!

Der WSV tat sich in der Folgezeit immer schwerer, zumal so mancher Ball versprang. Fast wäre nach einer Ecke trotzdem das 1:0 gefallen, als der unsicher wirkende Zabel den Ball nach vorne auf Uphoff boxte. Der Abwehrmann konnte ihn aber aus sechs Metern nicht im Tor unterbringen. Kurz darauf wurde dem WSV nach einem Mandt-Freistoß das zweite vermeintliche Tor an diesem Tag aberkannt. Kramer soll bei der Kopfballvorlage des geschickt eingelaufenen Gino Windmüller im Abseits gestanden haben.

Das Chancenplus des WSV wurde nach der Pause zunächst noch größer, Wirtz vergab aber aus guter Position. Nicht der Abend des ehemaligen Wegbergers. Weiter wurde von beiden Teams um jeden Zentimeter Rasen gekämpft. Erstes Opfer war Sascha Schünemann, der nach 65 Minuten angeschlagen runter musste. Eng wurde es dann für den WSV als Andre Mandt, der schon in der Halbzeit gelb gesehen hatte, ein dummes Foul im Mittefeod unterlief, für das er gelb-rot sah. Eine gute Viertelstunde musste der WSV nun in Unterzahl überstehen, geriet stärker unter Druck und versuchte es mit Kontern. Als Enes Topal von Torwart Zabel gefällt wurde, hatten nicht nur die Wupertaler Zuschauer einen Elfmeter gesehen. Schiri Krämer sah es anders, worüber sich WSV-Sportdirektor Manuel Bölstler nach Spielschluss sehr erregte.

Den Spielverlauf zum Nachlesen: Hier klicken!

Mehr von Westdeutsche Zeitung