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Regionalliga West: WSV unterliegt der Reserve des BVB

Regionalliga West : WSV unterliegt der Reserve des BVB

Das Reserveteam des BVB kann im Stadion am Zoo gewinnen. Der WSV hält gut mit.

Nach drei Siegen in Serien hat es Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV mal wieder erwischt. Gegen die spielstarke U23 von Borussia Dortmund unterlagen die Wuppertaler am Samstag zur ungewöhnlichen Spielzeit von 16 Uhr mit 1:2 (0:1). Die Wuppertaler bleiben Sechster, während der BVB auf Platz drei kletterte.

Der WSV versuchte alles, um nach 0:2-Rückstand noch zurückzukommen, hätte sich zumindest von der kämpferischen Einstellung einen Punkt durchaus verdient gehabt. Bei sommerlichen Temperaturen jenseits der 25 Grad und offiziell 2143 Zuschauern (von denen sicher nicht alle im Stadion waren) kam Dortmund wesentlich besser in die Partie. Flink und gut kombinierend, drängten die Gäste die Heimmannschaft immer wieder in die eigene Hälfte. Hinzu kamen einige Unsicherheiten beim WSV, insbesondere bei Innenverteidiger Kevin Pytlik, der sich im Zweikampf mit Mittelstürmer Gianluca Rizzo anfangs mehrfach zu ungestüm anstellte.

Eine dieser Aktionen führte nach 13 Minuten zu einer Dortmunder Ecke. Die wurde auf den kräftigen und laufstarken Dortmunder Mittelfeldspieler Pettersson Chato verlängert, der fast unbedrängt aus acht Metern einnicken konnte. Die Führung war zu diesem Zeitpunkt verdient. Erst langsam befreite sich der WSV. Trainer Cristian Britscho hatte in der Startaufstellung zwei Änderungen gegenüber dem 3:1 gegen Düsseldorf vom Mittwoch vorgenommen.

Gino Windmüller und Enes Topal erhielten eine Verschnaufpause, die sicher nichts mit ihrer Leistung zu tun hatte, dafür durften Andre Mandt und Enzo Wirtz von Beginn an ran. Die erste sehr gute WSV-Chance initiierte nach 22 Minuten allerdings Außenverteidiger Niklas Heidemann, der im ersten Durchgang auffälligster Wuppertaler war. Im Mittelfeld behauptete er sich gegen drei Dortmunder, spielte mit Marco Cirillo Doppelpass und drang in den Strafraum ein. Dort suchte er Mittelstürmer Christopher Kramer statt selbst zu schießen, was dann nicht so funktionierte.

Auch Schünemann hätte nach 29 Minuten selbst schiepen können, suchte stattdessen in der Mitte den Kopf des kleinen Marco Cirillo, der drei Gegenspieler hatte. Die größte WSV-Chance vergab dann nach 36 Minuten Enzo Wirtz, der nach einem sehr schönen WSV-Angriff, wieder über die linke Seite mit Heidemann und Saric, am rechten Pfosten relativ frei in Schussposition kam, aber zu lange fackelte.

Auch Dortmund hatte in einem Spiel mit einigen Stockfehlern noch die ein oder andere Chance, hätte sich aber nicht beschweren können, wenn sie bis zur Pause ein Torkassiert hätten. So blieb ein schöner 22-Meter-Schuss von André Mandt, den Dortmunds Torwart Dominik Reimann mit Mühe über die Latte lenkte, die letzte Chance einer für die Witterungsverhältnisse ganz munteren ersten Halbzeit.

Zur zweiten Halbzeit brachte Britscho dann Gino Windmüller für Sascha Schünemann. Nun ergriff der WSV die Initative, wollte sich auch zu Beginn der dritten englischen Woche in Serie hier nicht mit einer knappen Niederlage abfinden und konnte die Dortmunder durchaus in Bedrängnis bringen. Leider passte oft der letzte Pass nicht. So fiel das 0:2 nach 52 Minuten eher unverdient. Nach einer Dortmunder Ecke stimmte am zweiten Pfosten wohl die Zuteilung nicht und Dortmunds Innenverteidiger Amos Pieper konnte fast ungehindert einköpfen.

Fast genauso ungehindert kam dann nach 55 Minuten aber auch Enzo Wirtz nach einer Flanke von Niklas Heidemann zum Kopfball und nickte den Ball schulmäßig unten ins Eck. Der WSV spielte nun mutig auf den Ausgleich, auch wenn Dortmund natürlich immer wieder gefährlich wurde. Nach einer Stunde brachte Britscho Enes Topal diesmal für Rechtsverteidiger Silvio Pagano, stellte um auf Dreierkette. Der Trainer versucht geschickt, die Kräfte seiner Stammspieer in der Saisonendphase wohl zu dosieren und trotzdem immer eine Top-Elf auf dem Feld zu haben. Auch die Unterstützung von den Rängen war hervorragend.

Auch die Zuschauer erkannten an, wie die WSV-Spieler hier noch die letzten Kräfte mobilisierten. Wahnsinn wie Cirillo sozusagen auf der letzten Rille nach 84 Minuten noch einen eigenen Fehler ausbügelte. Einen Rückpass auf Heidemann, der an der Mittellinie letzter Mann war, verpatzte er völlig, Philipp Hanke war frei durch, doch Cirillo erlief noch den Querpass, den Hanke unmittelbar vor dem Tor spielte. Es war die schon zweite Hundertprozentige die Dortmund in Hälfte zwei vergab, und so hätten sich die Gäste nicht beschweren können, wenn Andre Mandt mit seinem Freistoß kurz vor Schluss noch den Ausgleich erzielt hätte. Doch sein 20-Meter-Schuss strich knapp vorbei. Applaus gab es am Ende trotzdem.

WSV: Wickl — Pagano (61. Topal), Pytlik, Uphoff, Heidemann — Cirillo, Schünemann (46. Windmüller), Mandt — Wirtz, Kramer, Saric.

Dortmund: Reimann — Mainka — Dieckmann, Pieper, Mainka, Sauerland — Boadu, Ornatelli (90. Pjetrovic), Chato , Bouali — Pavlidis (29. Hanke), Rizzo (69. Bajner).

Tore: 0:1 Chato (13.), 0:2 Pieper (52.), 1:2 Wirtz (55.)

Schiedsrichter: Markus Wollenweber

Gelb: Pagano - Reimann

Zuschauer: 2143

Nächstes Spiel: SC Verl — Wuppertaler SV, Mittwoch, 25. April, 19 Uhr.

Den Spielverlauf nachlesen: Hier geht es zum WZ-Liveticker!

Freitag, 20. April, 19:30 Uhr
Bonner SC - Oberhausen 0:3 (0:1)

Samstag, 21. April, 14:00 Uhr
SV Rhynern - SC Verl 0:3 (0:2)
Wiedenbrück - M'gladb. II 0:1 (0:1)
1.FC Köln II - Erndtebrück 2:0 (1:0)
Wegberg-B. - Vikt. Köln 1:4 (1:3)
Wattenscheid - Rödinghausen 7:1 (4:1)

Samstag, 21. April, 15:30 Uhr
RW Essen - Alem. Aachen 0:0 (0:0)

Sonntag, 22. April, 14:00 Uhr
KFC - Fortuna II