Wuppertaler SV: Klasseauftritt macht auch den verletzten WSV-Kapitän stolz

Wuppertaler SV : Klasseauftritt macht auch den verletzten WSV-Kapitän stolz

Mannschaft wirbt mit der Leistung beim 1:1 in Köln für die kommenden Wochen. WSV kann die Ausfälle kompensieren.

Was für ein Auftritt des Wuppertaler SV! Auch Kapitän Gaetano Manno, der kurz vor der Pause wegen einer Oberschenkelverletzung hatte ausgewechselt werden müssen, strahlte nach dem 1:1 bei der Kölner Viktoria am Freitag: „Eigentlich müsste ich traurig sein, weil ich vielleicht länger ausfalle, aber ich bin unendlich stolz auf die Mannschaft, wie sie von der ersten bis zur 90. Minute gearbeitet hat.“

Foto: Otto Krschak

Es war eine Leistung wie aus einem Guss, mit Leidenschaft, Laufvermögen und spielerischer Klasse, die auch die Frage, inwieweit die Nichtbeantragung der Drittliga-Lizenz, die Mannschaft beeinträchtigen würde, beantwortete. „Der Trainer hat das vor dem Spiel angesprochen. Wir haben gesagt, an der Entscheidung des Vereins und den Gründen dafür können wir ohnehin nichts ändern. Aber wir sind Profis und wollen das Bestmögliche ’rausholen“, berichtete Manno. Er wird wohl in zwei oder drei Wochen wieder dabei mithelfen können. „Der Doc hat nur einen leichten Faserriss festgestellt“, sagte Manno gestern erleichtert.

Dass der WSV trotz des überschaubaren Kaders und den Ausfällen so wichtiger Spieler wie Peter Schmetz, Kevin Hagemann (wurde am Montag in der Pfalz an der Schulter operiert und wird wie Schmetz bis Saisonende fehlen) gut aufgestellt ist, wurde am Freitag deutlich. Wer einen Dennis Dowidat und einen André Mandt nachlegen kann, darf sich glücklich schätzen. „Dass habe ich gleich gesagt, dass wir hier 18 Spieler haben, die wir bedenkenlos bringen können“, meinte Trainer Christian Britscho und strahlte: „Die Jungs haben das sensationell gemacht.“

Britscho hatte offenbar auch die richtige Taktik gewählt, beispielsweise Manno nicht über außen, sondern auf der Zehn gebracht, dafür auf den Außenbahnen mit Wirtz und Topal auf Geschwindigkeit gesetzt. Der WSV konnte das auch spielerisch gut einsetzen, wozu der technisch versierte Sascha Schünemann bei seinem ersten Auftritt beitrug. „Die Mannschaft kennt meine Qualitäten und ich ihre“, sagte der Berliner nach seinem Debüt, das Britscho „einfach Klasse“ nannte. Klasse auch Silvio Pagano, der an alter Wirkungsstätte trotz seiner 32 Jahre die rechte Außenbahn ein ums andere Mal heruntersprintete wie ein junger Hüpfer.

Auch an der Vorbereitung des 1:1 war er beteiligt und kommentierte das neu entdeckte spielerische Element so: „Der neue Trainer hat eine etwas andere Philosophie. Das gepaart mit den Dingen, die wir vorher schon gemacht haben (unter anderem etwa ein gutes Pressing) hat es heute ausgemacht.“

Um die Entlastung des Vorstands wird es heute bei der Jahreshauptversammlung gehen. Wir berichten ab 19 Uhr live aus der Hako-Event-Arena unter: wz.de/liveticker