Der WSV im Schatten der WM-Arena

Der WSV im Schatten der WM-Arena

Am Samstag tritt der WSV in Dortmund an. Auch der BVB II hat Abschluss-Probleme.

Wuppertal. Im Schatten der mächtigen Dortmunder WM-Arena steht das altehrwürdige Stadion "Rote Erde". Nach seiner Sanierung hat es 25.000 Zuschauerplätze, doch wahrscheinlich werden morgen noch nicht einmal zehn Prozent davon besetzt sein, wenn die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund ab 14 Uhr den Wuppertaler SV empfängt. Schließlich handelt es sich bei dieser Begegnung um ein Kellerduell in der 3.Liga. Und die im Schatten sieht man eben nicht.

Dabei ist diese Partie am zehnten Spieltag für beide Teams bereits eminent wichtig. Schon vor dem Herbstanfang hat für die beiden einzigen Drittligisten aus Nordrhein-Westfalen der Abstiegskampf begonnen. Noch bevor das erste Laub gefallen ist, liegen die Mannschaften am Boden.

Die Dortmunder haben dabei im Gegensatz zum WSV zwar knappere Ergebnisse erzielt, aber knapp verloren ist halt auch verloren. Und so haderte Trainer Theo Schneider nach dem 1:2 bei dem Mitaufsteiger Heidenheim am vergangenen Wochenende einmal mehr über die mangelnde Chancenverwertung. "Wir bekommen zwar immer mehr Ordnung in unser Spiel, nutzen aber unsere Möglichkeiten nicht und bringen uns so immer wieder um ein Erfolgserlebnis."

Ein Vorwurf, von dem sich besonders seine Stürmer angesprochen fühlen dürfen, denn kein einziges der bislang acht Saisontore wurde von einem Angreifer erzielt. Christopher Kullmann und Daniel Ginczek haben einfach keinen Lauf. "Ich möchte den beiden keinen Vorwurf machen, denn sie schießen ja nicht absichtlich vorbei, aber so langsam sollte der Knoten bei ihnen doch mal platzen", sagt Schneider und fordert von den Stürmern, dass sie bereit sind, alles für den Erfolg zu unternehmen.

"Besonders die Laufbereitschaft muss jede Sekunde stimmen." Seit fünf Jahren ist Theo Schneider inzwischen Trainer von Borussia Dortmunds zweiter Mannschaft, hat Auf- und Abstiege mitgemacht. Der Dauerbrenner ist überzeugt, dass der Klassenerhalt geschafft werden kann. "Wir haben fußballerisch das Zeug für diese Liga. Wir dürfen durch den Blick auf die Tabelle nur nicht verkrampfen", sagt der 49-Jährige.

Gegen den Wuppertaler SV soll morgen der Befreiungsschlag gelingen. Doch beim WSV hegt man die gleiche Hoffnung, um dann gegen Holstein Kiel den Fluch der Heimspiele zu beenden.

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