Rot-Weiß Essen vs. KFC Uerdingen: Klassiker elektrisiert Fans

Rot-Weiß Essen vs. KFC Uerdingen: Klassiker elektrisiert Fans

Bis zu 9000 Zuschauer werden am Samstag zum ewigen Duell der Westrivalen Rot-Weiß Essen und KFC Uerdingen erwartet.

Krefeld. Noch einmal ein Highlight-Spiel vor der nahenden Winterpause. Der KFC Uerdingen zu Gast bei Rot-Weiß Essen. Das bedeutet Stress, vor allem für die Sicherheitsbehörden und Ordnungskräfte, aber auch für die Spieler - Prestige und Erfolgsdruck paaren sich. Bis zu 9000 Zuschauer kommen da am Samstag an der Hafenstraße zusammen, um den West-Klassiker zu verfolgen. Die Polizei Essen hat bereits in einem Schreiben die Gästefans dazu aufgefordert, den Eingang „Sulterkamp“ zu nutzen. Der Sonderzug verlässt Krefeld Hauptbahnhof um 10.35 Uhr und erreicht Essen Hbf um 11.15 Uhr. Mit derlei organisatorischen Dingen aber beschäftigten sich die Spieler und Trainer des KFC nicht. Die Vorfreude aber auf den besonderen Rahmen steigt. Trainer Michael Wiesinger spricht von „einem super Stadion mit richtig guter Atmosphäre.“

Vor allem aber ist dem 44-Jährigen die Offensivstärke der Gastgeber bei seinen Erkundungen in Erinnerung geblieben: „Essen hat eine gute Mannschaft mit guten Fußballern, Offensivpower und eine gute Mentalität. Ich schaue nicht auf die Tabelle. Es wird ein Duell auf Augenhöhe.“ Wiesinger erwartet eine „kampfbetonte Partie“ in „hitziger Atmosphäre.“

Auch die Essener wissen, was auf sie zukommt. Sie sind seit drei Wochen ohne Wettkampf. Der Grund waren zwei Spielausfälle. Der neue RWE-Trainer Argirios Giannikis sagte gegenüber der Vereinshomepage, angesprochen auf die wenigen Gegentore der Gäste: „Das zeigt, dass dem KFC wegen seiner stabilen Hintermannschaft oft schon ein Tor reicht, um ein Spiel zu gewinnen. Umso aufmerksamer müssen wir am Samstag sein.“ Gerne würde Michael Wiesinger seine Mannschaft mehr als dieses eine Tor schießen sehen: „Es könnte entspannter sein. Es ist immer eine enge Kiste. Ich hoffe, dass wir da mal den Schalter umlegen, es wäre auch Teil einer Entwicklung. Es fehlt der letzte Punch.“

Längst wird das Thema im Training behandelt, längst hat sich das Trainerteam umfassend damit beschäftigt. Doch eine einfache Lösung gibt es nicht: „Es gibt kein Patentrezept. Wir versuchen im Training Stress aufzubauen, die Sinne zu schärfen.“

Immerhin, die Krefelder erspielen sich die eine oder andere Großchance. Wiesinger: „Im Winter werden wir ganz genau überlegen, was wir machen. Warum klappt es nicht? Wir haben einen guten Kader. Es fehlt aber die letzte Durchschlagskraft.“ Den letzten KFC-Sieg über RWE gab es vor nunmehr 14 Jahren. 2:0 hieß es an der Hafenstraße. Das Ergebnis würde Michael Wiesinger sicher am Samstag unterschreiben.

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