Fortuna droht jetzt Platzsperre

Fortuna droht jetzt Platzsperre

Auch beim 0:1 in Duisburg benehmen sich einige Fans daneben. Düsseldorf lässt gute Chancen aus, Maierhofer macht es besser.

Düsseldorf. Das war mal wieder ein unerfreulicher Abend für die Fortuna beim MSV Duisburg. Zum einen wurde eine über weite Strecken vielversprechende Leistung bei der 0:1-Niederlage nicht belohnt. Außerdem benahmen sich einige Fans der Fortuna bei diesem Spiel der 2. Fußball-Bundesliga zum wiederholten Male daneben.

An den Ereignissen im Vorfeld zu diesem Derby wird das gewiss nicht gelegen haben. Trotzdem wirkten die nach: Wie erwartet zählte Stürmer Marcel Gaus in Duisburg nicht mehr zum Kader der Fortunen. Nach den gescheiterten Verhandlungen und dem angekündigten Abschied zum Saisonende, ist der 21-Jährige am Freitag zusätzlich noch vom Trainings- und Spielbetrieb der ersten Mannschaft suspendiert worden. Gaus darf in der zweiten Mannschaft trainieren. Ob er dort überhaupt spielen darf, ist noch offen.

Das Eigengewächs der Fortuna kann die Entscheidung nach eigener Aussage nicht verstehen. „Ich bin maßlos enttäuscht, ich habe mich immer reingehängt für Fortuna und mir nie etwas zu Schulden kommen lassen.“ Die sportliche Leitung der Düsseldorfer sieht das anders, zumindest wohl was den Berater von Gaus angeht, der nicht immer den richtigen Ton in den Gesprächen mit Fortunas Manager Wolf Werner getroffen haben soll.

Das Tor getroffen haben derweil die Fortunen am Freitag trotz bester Möglichkeiten nicht. Das abgegebene Bild ist inzwischen ein bekanntes: Erneut spielten die Gäste zumindest bis zur Pause richtig gut, aber wieder blieben klarste Chancen ungenutzt. Allerdings spielte bei Finks Volleyschuss auch etwas Pech mit, als er Mitte der ersten Hälfte nur den Pfosten traf.

Vielleicht ist das Verhalten einiger Fans noch schlimmer, als die Niederlage. Nachdem gerade in dieser Woche eine Strafe von 25 000 Euro gegen die Fortunen verhängt worden war, zündeten die Fans vor und während des Spiels Feuerwerkskörper und riskieren so ein Geisterspiel oder eine Begegnung auf neutralem Platz.

Fortunas Vorstandssprecher Peter Frymuth bezeichnete das Vorgehen der Fans vor dem Spiel noch als „kontrolliertes Abbrennen“ von Bengalos. Er sei allerdings erneut fassungslos, was dann während des Spiels passiert sei, als ein Feuerwerkskörper auf den Platz flog. „Die Grenze zur Platzsperre rückt näher“, sagte Frymuth.

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