Fortuna Düsseldorf : Fortuna: Marvin Ducksch bleibt ganz locker

Der 24 Jahre alte Stürmer brennt darauf, gegen Hoffenheim sein erstes Tor in einem Pflichtspiel für Fortuna zu erzielen.

Marvin Ducksch gibt sich betont bescheiden. Gerne hätte er in Leipzig beim 1:1 zumindest eine seiner drei guten Tormöglichkeiten genutzt. „Am meisten ärgert mich immer noch die Szene nach fünf Minuten“, meinte Fortunas neuer Stürmer. „Da hätte ich treffen müssen.“ Er sei zwar insgesamt gut drauf gewesen, aber der Punktgewinn war für ihn das Ergebnis einer Klasse-Mannschaftsleitung. „Wenn man mindestens drei 100-prozentige Chancen selbst hatte, weiß man, dass da in Leipzig mehr drin war, als ein Unentschieden“, sagte der Ex-Kieler. „Mit ein wenig mehr Glück gewinnen wir.“

Die Furcht, dass die Fortuna nun nicht an die Leistung anknüpfen könne, hat Marvin Ducksch nicht. Auch die Systemfrage sieht er nicht so eng. Gegen Augsburg habe seine Mannschaft ja ebenfalls mit zwei Stürmern gespielt. Doch richtig gefährlich war die Fortuna mit Rouwen Hennings und Kevin Stöger an dessen Seite nicht. „In Leipzig hatte er eine andere Idee“, sagt Ducksch, fügt aber nicht hinzu, dass es mit ihm und Hennings in der Spitze besser geklappt hat. „Wir wollen da wieder ansetzen, wo wir in Leipzig aufgehört haben.“ Und damit ist klar, dass er sich wieder das Teamwork mit Hennings im Fortuna-Angriff wünscht.

Dass die 14-tägige Pause dem Rhythmus geschadet hat — nach dem starken Auftritt in Leipzig — glaubt Ducksch nicht. „Uns hat gut getan, dass wir ein wenig runterfahren und Kräfte tanken konnten“, sagt er. Inzwischen habe der Trainer in den Übungseinheiten aber wieder deutlich angezogen. Das ist für Fortunas neuen Stürmer kein Problem mehr. Er räumt ein, dass er am Anfang der Vorbereitung konditionelle Probleme hatte. Die sind inzwischen aufgeholt, und der 24-Jährige fühlt sich frisch. „Das war in sieben Jahren erst die zweite Vorbereitung, die ich komplett durchziehen konnte. Das ist für mich eine ganz wichtige Grundlage für die gesamte Saison.“ So fit hat sich Ducksch noch nie gefühlt. Und deshalb sollen jetzt auch die ersten Tore im Fortuna-Trikot folgen.

Nach ausgelassenen Chancen hadert Ducksch nicht mehr

Ausschlaggebend für die gute Leistung in Leipzig war in Duckschs Augen nicht nur diese Fitness, sondern vor allem die Bereitschaft, von Beginn an Vollgas zu geben und leidenschaftlich um jeden Meter zu kämpfen. „Wenn man richtig ins Spiel reinkommt, dann wird alles ein wenig einfacher“, sagt Ducksch. Das soll auch unbedingt gegen Hoffenheim gelingen. Der Gegner darf hingegen nicht ins Spiel kommen. „Ich erwarte gegen Hoffenheim ein ähnliches Spiel wie gegen Leipzig“, sagt der 24-Jährige, der sehr auf die Unterstützung durch die Fortuna-Fans hofft. „Wir können mithalten, aber mit dem Rückhalt sind wir in der Lage, nochmal drei, vier Prozent mehr herauszuholen.“

Er selbst will ganz locker in das Spiel gehen. „Früher habe ich lange über vergebene Chancen nachgedacht und war noch mehr verunsichert im nächsten Spiel“, sagt Ducksch. „Hadern ist für einen Stürmer nie so gut, damit habe ich in der Vergangenheit einige Erfahrungen gesammelt.“ Geschlafen hat er nach dem „Punktverlust“ in Leipzig doch recht gut, das war früher nach Niederlagen ganz anders.

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