Eishockey: Pinguine verlieren viertes Spiel in Folge

Eishockey : Pinguine verlieren viertes Spiel in Folge

Krefeld. Für die Krefeld Pinguine endete der Monat Oktober wie er begonnen hat: Mit einer Niederlage gegen die Schwenninger Wild Wings. Nach der 5:6-Auswärtsniederlage verlor die Mannschaft von Rick Adduono Freitagabend mit 3:5. Insbesondere gegen Will Acton, der ein Tor selbst erzielte und zwei weitere Treffer vorbereitete, fanden die Pinguine kein Mittel.

Damit war Acton in beiden Spielen an acht Schwenninger Treffern beteiligt — rekordverdächtig.

Die Ausgangslage vor der Begegnung hätte kaum unterschiedlicher sein können. Die Gäste aus dem Schwarzwald kamen mit vier Siegen in Serie zum Duell in die Seidenstadt. Das verleihte den Schwänen viel Selbstvertrauen — etwas, dass den Pinguinen derzeit völlig fehlt. Das war bei jeder Aktion auf dem Eis spürbar.

Stellvertretend für die starken Schwenninger Auftritte steht DEL-Topskorer Acton. Der Kanadier erzielte in bisher nur acht Saisonspielen 18 Skorerepunkte. Es dauerte gestern Abend vor 3 472 Zuschauern exakt fünf Minuten bis für Acton der 19. Skorerpunkt hinzukam. Der Schwennigener düpierte Robin Weihager und Thomas Supis, stand alleine vor Tomas Duba und ließ dem Tschechen keine Abwehrchance.

Zu diesem Zeitpunkt hatten die Pinguine schon ein Überzahlspiel verstreichen lassen. David Fischer hatte die größte Möglichkeit, schoss aber über das leere Tor (3.). Auch in zwei weitereren Powerplays brachten die Schwarz-Gelben die Scheibe nicht im gegnerischen Kasten unter. Die Gäste hatten die besseren Chancen. Damien Fleury scheiterte an Duba (14.). Acton ließ kurze Zeit später erneut Supis alt aussehen, drehte aber ab, da der Winkel zu spitz war (18.).

Nach insgesamt über 97 torlosen Minuten im KönigPalast konnten die Fans endlich wieder einen Treffer ihrer Lieblinge bejubeln. Martin Schymainski stocherte im zweiten Nachschuss den Puck über die Linie (21.). Die Freude währte jedoch nicht lange, Yan Stastny brachte die Gäste wieder in Führung (25.). Schwenningens Torwart Dimitri Pätzold patzte Augenblicke später hinter dem eigenen Tor, als er eine Scheibe passieren ließ. Yared Hagos hatte keine Mühe den Puck zum 2:2 im leeren Tor unter zu bringen (26.). Dann drückte Acton dem Spiel wieder dem seinen Stempel auf. Der Kanadier bereitete die Treffer von Stastny (29.) und Fleury (38.) mustergültig vor. Die Pinguine, die neben dem gesperrten Mike Mieszkowski auch auf die beiden Verteidiger Nick St.Pierre (fiebrige Mandelentzündung) und Oliver Mebus (Schulter) verzichten mussten, verkürzten durch ein Unterzahltor von Schymainski noch auf 3:4 (50.).

Danner sorgte kurz vor Schluss für die endgültige Entscheidung (57.). Die Kritik der Anhänger an Adduono wird unterdessen immer lauter. Es gab Pfiffe bei der Mannschaftsvorstellung und „Trainer raus“-Rufe nach Spielende. Adduono steht beim morgigen Gastspiel in Berlin (14:30 Uhr) unter Druck. Verlieren die Pinguine auch das fünfte Spiel hintereinander, dürfte es eine unruhige Länderspielpause für Adduono werden.

Mehr von Westdeutsche Zeitung