Krefeld Pinguine: 0:4-Niederlage: Pinguine jetzt wieder Letzter

Krefeld Pinguine : 0:4-Niederlage: Pinguine jetzt wieder Letzter

Die Krefelder unterliegen den Nürnberg Ice Tigers mit 0:4 und rutschen ans Tabellenende ab.

Krefeld. Als Tomas Duba in der 34. Minute für Patrick Klein in das Tor der Pinguine rückte, war die Begegnung gegen die Nürnberg Ice Tigers bereits entschieden. Das Team von Rick Adduono hatte sich in den 233 Sekunden zuvor drei Gegentreffer eingefangen und lag aussichtslos mit 0:4 zurück.

Duba konnte so vor dem Spiel am Sonntag in Straubing (14:30 Uhr) Spielpraxis sammeln, denn im schweren Auswärtsspiel wird der Tscheche von Beginn an das Krefelder Tor hüten. Durch die Niederlage sind die Schwarz-Gelben nun Tabellenletzter. Als beide Mannschaften zum ersten Bully auf dem Eis standen, suchten die 4 201 Zuschauer vergeblich Nürnbergs Dany Heatley.

Der ehemalige NHL-Star, der zwei Mal die 100 Punkte-Marke in der besten Liga der Welt knackte, hatte seinen ersten Einsatz erst nach zwei Minuten. Heatley musste in dieser Woche zum Rapport, denn die Nürnberger Verantwortlichen waren mit der Leistung des Kanadiers mit deutschem Pass (Heatley wurde in Freiburg geboren) trotz vier Treffer in sieben Einsätzen nicht zufrieden und verbannten den 34-jährigen in die vierte Reihe. Bis auf eine Strafe kurz vor Spielende blieb Heatley blass.

Die Pinguine, für die Dominik Meisinger - nach auskuriertem Pfeifferschen Drüsenfieber - sein Sasiondebüt gab, begannen stark und hatten früh die ersten Chancen. Henrik Eriksson (2.), Oliver Mebus (2.) und Mike Mieszkowski (4.) verpassten den Führungstreffer. Die erste Strafe gegen Eriksson brachte den Tabellenzweiten besser in das Spiel, Klein ließ sich zunächst jedoch nicht bezwingen. Machtlos war der Torhüter, als Steckel frei vor ihm auftauchte und zum 1:0 für die Gäste einschob (16.).

Zu Beginn des Mitteldrittels gerieten Scott Valentine und Matthew Murley aneinander. Valentine ließ die Handschuhe fallen und wollte die Angelegenheit mit den Fäusten klären, doch der Nürnberger verweigerte (23.). Die beiden jungen Schiedsrichter verhängten eine umstrittene Strafe gegen Daniel Pietta — der Beginn der Krefelder Niederlage. Brandon Segal schob Klein einen Abpraller zum zweiten Gegentreffer durch die Beine (30.). Als die Pinguine immer noch haderten, folgte der Nürnberger Doppelschlag. Binnen 19 Sekunden brachten Marcus Weber und Marco Nowak die Franken mit 4:0 in Führung (34.).

Die Fans skandierten „Wir wollen Euch kämpfen sehen“, doch die Schwarz-Gelben agierten unglücklich. Gäste-Torwart Andreas Jenike bekam einen Schuss von Andreas Driendl an den Rücken, drehte sich aber blitzschnell und verhinderte so den ersten Torerfolg der Krefelder (50.). Da auch Martin Schymainski einen Abpraller nicht verwerten konnte (53.) und Robin Weihager nur die Latte traf (54.) blieben die Pinguine zum ersten Mal in dieser Saison ohne einen eigenen Treffer.

Auch weil die beiden Unparteiischen in der letzten Spielminute einem Treffer von Eriksson die Anerkennung verweigerten, da sie zuvor fälschlicherweise abgepfiffen hatten. Das war der passende Schlusspunkt an einem Abend zum Vergessen für die Pinguine.

Mehr von Westdeutsche Zeitung