Eishockey: DEG sucht den Weg aus der Ergebniskrise

Deutsche Eishockey Liga : DEG-Trainer Kreis stellt die Verteidigung um

Neue Pärchen in der rot-gelben Defensive. Das Team möchte die Ergebniskrise am Wochenende gegen Augsburg und Straubing endlich beenden.

Meditationsklänge auf den Ohren von Marc Zanetti, mysteriöser Voodoo-Zauber mit Alexander Barta oder gar eine Urschrei-Therapie für Bernhard Ebner? Das alles gibt es rund um Brehmstraße und Dome auch in diesen Tagen nicht zu erleben. Trotz einer auf die Stimmung drückenden Ergebniskrise. Stattdessen machen sie bei der Düsseldorfer EG genau das, was sie immer machen. Egal, ob es in der Deutschen Eishockey Liga gerade gut oder schlecht läuft. Hart arbeiten. „Wir sind nicht negativ behaftet, die Mannschaft zweifelt nicht an sich. Gemeinsam nehmen wir die zuletzt gemachten Fehler wahr und schauen, welche Korrekturen vorgenommen werden müssen“, berichtet Cheftrainer Harold Kreis. „Es herrscht eine zuversichtliche Atmosphäre.“

In der Nach-dem-Deutschland-Cup-Tabelle rangiert die DEG punktgleich mit den Iserlohn Roosters auf dem 13. von 14 Plätzen. Von 18 möglichen Punkten wurden gerade einmal drei eingefahren. Und nur die Krefeld Pinguine haben mit 24 Gegentoren in diesem sechs Spieltage umfassenden Zeitraum mehr Scheiben aus dem eigenen Netz fischen müssen, als die Rot-Gelben (23).

Alles keine Mutmacher vor den schweren Spielen am Wochenende gegen die Augsburger Panther (Freitag, 19.30 Uhr, Dome) und bei den Straubing Tigers (Sonntag, 16.30 Uhr). Bei Teilen der Anhängerschaft war die Stimmung nach dem 1:4 im Derby gegen die Kölner Haie am vergangenen Freitagabend auf einem Saison-Tiefpunkt angekommen. „Peinlich“ und „unglaublich enttäuschend“ waren noch die harmlosen Vokabeln in den entsprechenden Kommentaren sozialer Netzwerke. „Es ist verständlich, dass die Fans ihre Emotionen äußern“, sagt Kreis, der sich die Fan-Beiträge selbst nicht durchliest. „Wir können mit Ergebnissen aber beeinflussen, dass das dort Geschriebene wieder anders wird.“

In erster Linie möchte und sollte das zuletzt mental angeschlagene Team dies aber für sich selbst tun. Defensiv muss mehr Stabilität in die Auftritte und offensiv fordert der Trainer eine Rückkehr zum einfachen Eishockey: Scheibe nach vorne und dann Druck auf den Gegner ausüben. „Das liegt uns besser als ständige Tempowechsel. Und in der eigenen Zone müssen wir einfach besser den Slot zumachen“, erklärt Kreis. „Sollen die Gegner doch von außen schießen. Sie dürfen nur nicht in die gefährliche Zone vor unserem Tor.“

Nehring fällt weiter aus, Einsatz von Kammerer ist fraglich

Die reine Fehleranalyse allein scheint dem 60-Jährigen und seinem Assistenten Thomas Dolak derzeit aber nicht ausreichend. Am Freitag gegen Augsburg wird die DEG mit veränderten Verteidiger-Pärchen auflaufen. Johannes Huß soll an die Seite von Nicholas Jensen rücken, Bernhard Ebner mit Alexander Urbom spielen. Zudem rückt Nicolas Geitner als siebter Abwehrspieler in den Kader, da Alexander Dersch am Wochenende in der DEL 2 für den EV Landshut im Einsatz ist.

Eher gezwungen könnten weitere Umstellungen in den Angriffsreihen sein. Chad Nehring wird mit seiner nicht näher definierten Oberkörperverletzung weiterhin ausfallen, doch Kreis bangt auch um den Einsatz von Maximilian Kammerer, der an einer Unterkörperverletzung laobriert und am Dienstag und Mittwoch nicht mit der Mannschaft trainieren konnte.