Über den Scheidter Höhenweg : Im gelben Meer von Flandersbach

Der Scheidter Höhenweg führt durch blühende Rapsfelder zu einer Reihe von Aussichtspunkten in Rohdenhaus.

Genau jetzt ist die richtige Jahreszeit für diese Kurzwanderung. Abertausende von Rapsblüten, die derzeit den Rundgang um den Scheidter Höhenweg zieren, geben uns recht.

Foto: Daniel Neukirchen

Wir starten an der Straße Am Thekbusch in Fahrtrichtung Flandersbach. Ideal ist es, das Auto direkt an der Parkbucht vor der Bushaltestelle Tillmannshöhe abzustellen. Vor der Unterführung zur L426 biegen wir nach links in den Weg, der uns tief in das gelbe Blumenmeer eintauchen lässt.

Wir machen den leichten Anstieg mit und passieren die Baumschule, wo schon die Tannen für das nächste Weihnachtsfest gezüchtet werden. Schon bald informiert uns ein Ortseingangsschild, dass wir Rohdenhaus betreten haben. Doch wir visieren den Wald an.

Weil der Scheidter Höhenweg zwar bestens mit Sitzmöglichkeiten ausgestattet ist, jedoch über keine Wegmarkierung verfügt, ist ein wachsamer Wanderer gefordert. Ein paar Meter nach dem Rohdenhaus-Schild gilt es, eine scharfe Linkskurve zu machen und an der Lore und den Schienen links einzubiegen.

Die Überbleibsel erinnern an die Vergangenheit des heutigen Höhenwegs, denn wir befinden uns wieder einmal auf ehemaligem Steinbruchgelände. Wir wandern also auf Gesteinsmassen, die über Jahrzehnte hier aufgehaldet und aufgeforstet wurden.

Das Ergebnis ist ein idyllischer Wald. Wer ein Butterbrot dabei hat, sollte es jetzt auspacken. Betreiber Rheinkalk hat uns auf der Strecke mehrere Panorama-Bänke spendiert, von denen aus der Wanderer den Blick bis zur Oberen Flandersbach genießen kann. Die ersten beiden Bänke bieten die beste Aussicht.

Kleine Kinder sollten übrigens im Auge behalten werden, im Wald gibt es steile Böschungen ohne Geländer. Rechts von uns versteckt sich hinter den Bäumen die Grube Rützkausen. Wer sich für den Weitblick in den Steinbruch interessiert, sollte den Eignerbach-Rundweg in Angriff nehmen.

Treppen führen uns zurück zu den Feldern. Der betörende Raps-Duft begleitet uns auf dem geschwungenen Weg zurück zur Unterführung. Wir werfen einen letzten Blick auf die Szenerie und lassen uns in Gedanken rücklings ins Rapsfeld fallen.