Von Abtsküche nach Velbert : Ein See mit Herz

Der Weg startet und endet in Abtsküche.

Velbert. Kein schlechter Start für eine Wanderung: Die Sonne lässt die Wasseroberfläche des Abtskücher Teiches verheißungsvoll blitzen, Enten schnattern, ein Schwan schlummert in seinem Nest. Da kommt doch richtige Lust auf einen Rundgang auf. Das Auto wartet in der Parkbucht der Abtskücher Straße in Heiligenhaus, direkt am See, auf uns. Von dort wird uns der etwa 5,5 Kilometer lange Wanderweg nach Velbert und zurück führen.

Foto: Daniel Neukirchen

Wir umrunden zunächst den Teich im Uhrzeigersinn und achten dabei auf die Markierungen A4, die uns sicher durch die Strecke führt, auch wenn es wie so oft ein, zwei Stellen gibt, an denen der Weg klarer hätte ausgeschildert werden können.

Auf der anderen Uferseite reißen wir uns von dem lebhaften Teichgeschehen los und biegen links in den Flurweg ein, der uns zu dieser Jahreszeit unmittelbar mit einem prächtig blühenden Rapsfeld entschädigt. An der Weggabelung kurz nach der Pferdekoppel biegen wir links ab, passieren die Kläranlage Abtsküche und nehmen den dezenten Anstieg in Richtung Velbert in Angriff.

Der Weg macht es uns leicht, die Wanderung zu genießen. Über die Felder ergeben sich schöne Aussichten ins Tal und zwischendurch schützen uns kurze Waldabschnitte vor den unnachgiebigen Sonnenstrahlen.

Jetzt nur nicht ins Träumen geraten. Auf dem höchsten Punkt der Wanderung müssen wir plötzlich über einen schmalen Pfad nach rechts in den Wald hinabsteigen. Weil hier wohl schon viele Wanderer den Anschluss verloren haben, weist ein großes Holzschild auf den ungewöhnlichen Wegverlauf hin.

Jetzt kommen leider zwei Stellen, wo der Wanderer an Gabelungen eine Münze werfen muss. Nach dem Wald stehen wir vor einem Mehrfamilienhaus.

Dort müssen wir uns rechts halten und am Acker entlang gehen. Danach folgen wir wieder der Ausschilderung A4, bis erneut nach einer Bücke über einen kleinen Bach Unklarheit herrscht. Ein kleiner Pfad führt direkt am Wasser entlang, ein anderer, links davon, an einem Feld — und nur der ist korrekt.

Schließlich gelangen wir an eine T-Kreuzung. Hier waren wir schon. Wir biegen links ab und gehen an den Rapsfeldern den gleichen Weg, den wir zu Anfang gekommen sind, zum Abtskücher Teich zurück. Dort setzen wir die Umrundung des Gewässers fort, wo wir sie vor etwa 45 Minuten aufgehört haben. Es lohnt sich übrigens, die Wanderung am Wochenende oder mittwochs zu machen. Dann hat das Museum Abtsküche in der Nähe geöffnet. Der Eintritt zu der alltagsgeschichtlichen Sammlung ist frei.