Düssel und Lüntenbeck: Von den Kirchen zum Schloss

Wandertipp für einen sonnigen Nachmittag: Dieser Rundweg verbindet den Startpunkt Düssel mit einem Abstecher zum Haus Lüntenbeck.

Wülfrath/Wuppertal. Wälder, ein charmantes Dörfchen und eine Wasserburg — was will man mehr von einer Nachmittagswanderung? Wir starten im historischen Kern von Düssel, der eigentlich bereits mit seinen urigen Gastronomien die ersten Einkehr fordert. Die merken wir uns für später vor, denn bei der längsten Route dieser Serie haben wir noch zehn Kilometer vor uns. Doch es lohnt sich.

Foto: Bahrmann

Am Dorfplatz vor der Kirche St. Maximin suchen wir den Voisberger Weg und steuern auf den plätschernden Fluss Düssel zu. Von dort biegen wir nach rechts in den Kirchenfelder Weg ein und halten uns von da an zunächst an die Wandermarkierung „Z“. Es lohnt sich, bei dem seichten Aufstieg den Kopf nach links zu drehen. Von der Erhöhung aus lässt sich die „Skyline“ von Düssel mit seinen zwei markanten Kirchen begutachten.

Foto: neuk

Wir folgen der Wegführung, durchqueren eine Unterführung und betreten die Düsseler Höhe, die bereits zu Wuppertal-Vohwinkel gehört. Immer auf das Z achten: Einmal müssen wir uns an einer Gabelung rechts halten, später überqueren wir eine Kreuzung und folgen der Straße mit dem niedlichen Namen An der Piep. Häusergucken ist angesagt, mehr Natur folgt später. Aber nicht ablenken lassen: Nach ein paar Metern müssen wir uns rechts halten und das Z erstmals hinter uns lassen. Unser neuer Freund ist der Buchstabe W, den wir im weiteren Verlauf am Rande des Weges sehen.

Der Schotterweg führt uns an ein paar gackernden Hühnern und einer Bilderbuch-Vogelscheuche vorbei in den Wald. In der Ferne rauscht schon die Autobahn. Wir kommen an der B 7 aus der Siedlung Saurenhaus und folgen der Straße kurz nach rechts und biegen direkt vor der Baumschule nach links in einen unscheinbaren Pfad. Dieser führt uns mithilfe der Markierung zu unserem ersten Zielpunkt, dem Schloss Lüntenbeck. Das sieht nicht nur entzückend aus, sondern lädt ab dem 1. August auch noch mit einem neuen Schlosscafé zu Kaffee und Kuchen ein.

Gestärkt? Dann arbeiten wir uns auf dem W-Pfad über Gutsweg und Grüne Trift durch den Wald bis zur B 224, der wir kurz nach links folgen, nur um nach wenigen Metern wieder rechts in Richtung Schöller abzubiegen — und zwar an dem schmucken bepflanzten Wanderschuh am Wegesrand.

Jetzt folgt ein langer ruhiger Abschnitt des Weges, an Höfen und goldenen Kornfeldern vorbei. Die Idylle wird erst nach der Unterführung auf dem Schlehenweg gebrochen, wo ein Kalkwerk grollt.

An der B 7 angekommen steht der Wanderer vor einer Entscheidung: Nach links führt der Eulenkopfweg 3 (Markierung: Eulenkopf) in großem Bogen nach Düssel zurück. Wer Zeit und Lust hat, nimmt diese landschaftlich schönere Alternative. Der kürzeste Weg führt rechts der Straße folgend bis nach Dornap, wo wir links in die Dornaper Straße einbiegen, um zurück zum Start zu kommen. Auch hier ist die Natur schön — man muss sich nur die Landstraße wegdenken.