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Elberfelder wollen ihre Wegweiser zurück

Elberfelder wollen ihre Wegweiser zurück

Das Boden-Element ist laut Stadt wegen der Pflasterarbeiten zurzeit eingelagert.

Elberfeld. Neues Pflaster links, neues Pflaster rechts — aber halt. Da fehlt doch etwas in der Elberfelder Fußgängerzone: der kunstvoll gestaltete Wegweiser auf dem Boden nämlich. Windrosenartig wies er all die vielen Jahre Kunden der Geschäfte, Passanten und Besuchern die fußläufige Richtung zum Von der Heydt-Museum oder auch zum Bahnhof. Ein echter Hingucker, der im Zuge der innerstädtischen Arbeiten nun verschwunden ist. Und auf jeden Fall wieder an seinen angestammten Platz im Bereich Poststraße/Schwanenstraße gehört — so mag manch Elberfelder finden.

Dieser Ansicht sind auch die Lokalpolitiker der Bezirksvertretung (BV) Elberfeld. Um den fehlenden Wegweiser ging es bei der vergangenen Sitzung des Stadtteilgremiums, für die bereits bei der Verwaltung nach dem Sachstand gefragt worden war: „Die Antwort war nicht die, die wir erwartet haben“, sagte Bezirksbürgermeister Hans Jürgen Vitenius (SPD). Man sei davon ausgegangen, „sobald die Innenstadtpflasterung sich dieser Fläche wieder nähert, wird auch die Bodenplatte wieder eingesetzt.“ Doch das Gegenteil sei der Fall, ärgert sich der Bezirksbürgermeister: „Die aktuelle Meldung ist die, dass das Objekt durch Wendemanöver von Fahrzeugen und überhaupt durch die Nutzung der Straße offenbar so gelitten habe, dass man es gar nicht wieder einbauen will.“ Dabei sei der Wegweiser vor Jahren von der Bezirksvertretung mitfinanziert worden, kritisiert er: „Das ist doch frustrierend.“

Martina Eckermann von der Stadtverwaltung geht indes davon aus, dass der künstlerisch gestaltete Wegweiser wieder ins Elberfelder Zentrum kommt. Es handele sich dabei nicht um die einzige Bodenplatten-Konstruktion, „es gibt weitere Elemente in den Fußgängerzonen“.

Rund 1,5 Millionen Euro soll das neue Pflaster in der Elberfelder Innenstadt insgesamt kosten, mehr als 550 000 Euro wurden schon verbaut. Ein Ergebnis der Arbeiten lässt sich beispielsweise am Mäuerchen bewundern — wo allerdings auch noch einiges zu tun sein dürfte. Überwiegend gibt es Lob — doch die Sache mit dem fehlenden Wegweiser an dieser prominenten Stelle in der City sei nicht in Ordnung, findet die Bezirksvertretung Elberfeld.

Laut Stadtsprecherin Martina Eckermann ist die bekannte Gestaltung jedoch keineswegs verloren, sondern sei zurzeit und für die Dauer der weiteren Arbeiten in der City „lediglich eingelagert worden“. Ob der Wegweiser allerdings wieder exakt an seinen angestammten Platz zurückkehren wird, scheint derzeit noch unklar zu sein.