Ein Bürgertreff für den Arrenberg

Aus der ehemaligen Kneipe an der Simonsstraße soll ein Treffpunkt für die Bewohner des Stadtquartiers werden.

Arrenberg. „Bei Andreas“ hat schon lange niemand mehr gesessen und mit Nachbarn oder Freunden geklönt. Die ehemalige Kneipe an der Simonsstraße ist seit Jahren verwaist, und es dürfte unwahrscheinlich sein, dass in den Erdgeschossräumen des Eckhauses jemals wieder eine Gaststätte eröffnen wird.

Wohl aber vielleicht schon bald ein Stadtteil-Treff: Der Verein Aufbruch am Arrenberg plant, dort ein Zentrum für Bewohner des Viertels einzurichten. Ein einladender Ort der Begegnung soll es werden, der unterschiedliche Angebote unter einem Dach vereinen, Raum für Freizeitgestaltung bieten und ein Ort für bürger- und nachbarschaftliches Engagement sein könnte. Das wünschen sich zumindest die Aktiven des Stadtteils.

Doch bis zur Verwirklichung ist noch einiges zu tun, wie Hans-Georg Walter vom Vereinsvorstand erklärt. Zwar sei man in guten Gesprächen mit dem Hauseigentümer: „Er hat großes Entgegenkommen signalisiert und will sich ebenfalls einbringen.“

Der Verein würde die Räume — geschätzte 80 Quadratmeter Fläche — nach dem Umbau anmieten.

Doch zunächst einmal muss die Finanzierung stehen, sagt Walter: „Wir werden jetzt den Aufwand ermitteln und schauen, was alles getan werden muss.“

Nicht wenig jedenfalls, wie sich jetzt beim Ortstermin im Lokal zeigte. Dort ist jede Menge altes Mobiliar und Hausrat zu beseitigen, sogar der Tresen und Teile einer Zapfanlage sind noch vorhanden. Klar sei, dass sowohl finanzielle als auch praktische Hilfe gebraucht werde. Die Bezirksvertretung habe bereits Zustimmung und Unterstützung signalisiert.

Zum Konzept des Bürgertreffs für das Stadtquartier gehören ein Café sowie ein Mehrzweckraum für Veranstaltungen, Vorträge oder Chorproben. Die Räume sollen nämlich auch Vereinen, Verbänden und Gruppen zur Verfügung stehen und sie in ihrem Engagement zu Themen wie Jugend- und Altenhilfe, außerschulischen Angeboten, Integration, Gleichberechtigung sowie bei der Planung von Ausstellungen und Kleinkunst unterstützen. Angesprochen sind alle Bürger des Viertels, gleich welcher Nationalität, Religion oder Herkunft, betont man beim Aufbruch am Arrenberg.

Läuft alles nach Plan, könnte schon zum kommenden Forum am Arrenberg im Frühjahr gestartet werden, hofft der Verein: „Das wäre ein ambitioniertes, aber wünschenswertes Ziel“, sagt Hans-Georg Walter. „Eine Traumvorstellung.“