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Nachbarschaft soll weiter gefördert werden

Nachbarschaft soll weiter gefördert werden

Die Quartiersmanager ziehen eine positive Bilanz.

Oberbarmen/Wichlinghausen. „Vier zwo zwo“ nennt sich das Quartierbüro für Oberbarmen und Wichlinghausen an der Tütersburg. Das steht für die ersten drei Ziffern der Stadtteile im Projektgebiet der „Sozialen Stadt“: 422. Den neuen Namen und die Ergebnisse ihrer ersten hundert Tage im Amt stellten Quartiersmanager Andreas Röhrig und sein Kollege Rolf Martin auf Einladung des Bürgerforums Oberbarmen in der Färberei am Stennert vor.

Schon seit gut fünf Jahren laufen nachbarschaftliche Projekte oder solche, die für ein schöneres Wohnumfeld in Wichlinghausen und Oberbarmen sorgen. Jutta Schultes von der Stadt Wuppertal berichtete über das Vorgängerprojekt „Stadtumbau West“, das den Weg für die Soziale Stadt bereitet hat. Sie nannte Beispiele wie die Sanierung der beiden CVJM-Häuser in Wichlinghausen und Oberbarmen oder die Umgestaltung der Immanuelskirche zu einem Kulturzentrum. „Vieles Projekte konnten wir nur deshalb umsetzen, weil wir sie für die Soziale Stadt angemeldet haben“, betonte Schultes.

Verschiedene Vorhaben, die seit Jahren in der Planung sind, können in diesem Jahr fertiggestellt werden. Dazu zählen unter anderem die Einweihung des neugestalteten Schulhofs an der Matthäusstraße und der zweite Bauabschnitt der Spielplätze im Nordpark. An diese Erfolge konnten die neuen Quartiersmanager bei ihrem Dienstantritt anknüpfen.

Zum Kerngeschäft des Quartiersbüros gehört jedoch die Verteilung vorhandener Fördermittel auf geeignete neue Vorhaben. Insgesamt 420 000 Euro Landesmittel stehen aus dem sogenannten Verfügungsfonds für soziale Projekte zur Verfügung. Um an dieses Geld zu gelangen, müssen Initiativen sich zunächst im Quartierbüro melden und das Projekt überprüfen lassen. Verschiedene Kriterien müssen erfüllt sein, so auch der Grundgedanke, dass gemeinsam etwas im Stadtteil getan wird. „Es kann also nicht einer allein etwas machen, sondern es müssen immer andere Leute eingebunden werden“, betont Röhrig.

Nachbarschaft soll auf diese Weise gefördert werden. Als konkretes Beispiel wurde das jüngste Fotoprojekt im Heinrich-Heine-Kiosk präsentiert. Organisatorin Barbara Held hatte einige Bilder mitgebracht und berichtete, wie acht Jugendliche mit der Kamera Schönheiten in Wichlinghausen entdeckt hätten.