BHC: Auf dem besten Weg zum Stern

BHC: Auf dem besten Weg zum Stern

Als einer von 22 Handballclubs in Deutschland erhält der Bergische HC auch 2018 das Jugendzertifikat.

Wuppertal. Der Bergische HC gehört zu den Vereinen in Deutschland bei denen sich talentierte Nachwuchsspieler hervorragend entwickeln können. Das Gütesiegel hierfür wurde dem Club seitens der Handball-Bundesliga nun bereits zum siebten Mal in Folge verliehen. Eine Entwicklung, mit der Christoph Rath zufrieden ist. „Wir erfüllen in zwei der drei Teilbereiche sogar die Voraussetzung für den Stern, der ein besonderes Prädikat darstellt“, sagt der Jugendkoordinator über die insgesamt achte Auszeichnung des BHC.

Neun Clubs erhielten dieses Jahr den Stern — so viele wie nie zuvor. „Zu Beginn waren nur die Füchse Berlin und der SC Magdeburg dabei. Es hat sich also viel getan“, erläutert Rath. „Wenn wir mithalten wollen, müssen wir unsere Professionalisierung weiter vorantreiben.“ An viel mangelt es bei den Löwen nicht. Nur im Teilbereich „Struktur“, bei dem es um Personal und Kooperationen des Vereins geht, hat der BHC noch nicht genug Punkte.

Die Zusammenarbeit mit der Solinger Friedrich-Albert-Lange-Schule (Fals) wird in der Beurteilung sehr positiv hervorgehoben, doch der Club beschäftigt mit Christoph Rath erst einen hauptamtlich Angestellten im Nachwuchsbereich. „Im Bereich der Lizenzen sind wir sehr gut aufgestellt“, sagt Rath. „Markus Pütz (B-Jugend-Coach) macht derzeit die A-Lizenz, Jens Sieberger (A-Jugend) hat sie schon.“ So erreichen die Bergischen mit 770 Punkten locker die Kritierien zum Erhalt des Zertifikats. Zur Sternchenwertung wären allerdings 805 Zähler nötig.

In den Teilbereichen „Mannschaften“ sowie „Athleten“ erfüllt der BHC bereits die Vergabekriterien für das besondere Prädikat. Trainingsumfänge und Spielklassen der Nachwuchsteams sind so gut, dass es der Verein auf 360 Punkte bringt — nur zehn unter dem Maximum. „Das hätten wir erreicht, wenn unsere zweite Männermannschaft in der 3. Liga antreten würde.“ Davon ist der Club jedoch weit entfernt. In der Regionalliga-Nordrhein steht die Reserve auf dem vorletzten Platz.

Hier sieht Rath auch das größte Defizit, das die Löwen derzeit haben. „Der Übergang vom Jugend- in den Profibereich ist noch nicht optimal“, sagt der Nachwuchskoordinator. „Es ist nur selten so, dass 18-Jährige den Sprung direkt zu den Profis schaffen. Oft helfen ein paar Jahre in der 3. Liga, um sich zu entwickeln und dann oben anzukommen.“

Deshalb will Rath alles dafür tun, dass der BHC zumindest in der Nordrheinliga bleibt. „Ich bin überzeugt, dass wir das schaffen werden.“ Jüngst gewann die Reserve zwei Mal in Folge, war punktgleich mit dem Drittletzten. Am Wochenende gab es allerdings trotz fünffacher Verstärkung auf dem Profiteam ein 27:28 gegen Könighardt, wonach der rettende zwölften Platz fünf Pluspunkte entfernt ist. Eventuell wird sich das Team sogar noch mit einem Spieler verstärken.

Sollte die Zweite dennoch absteigen, würde der Club zwar zehn Punkte im Teilbereich „Mannschaften“ verlieren, könnte aber immer noch das Jugendzertifikat bekommen — sogar mit Stern.

Den hat der BHC auch bei den „Athleten“ sicher. „Dabei geht es um die Möglichkeit und Länge von Vormittagstraining. Da wir durch die Kooperation mit der Fals mehr als zehn Spieler im Frühtraining haben, fällt uns hier das Erreichen der Maximalpunktzahl von 1500 Punkten leicht“, freut sich Rath, der den Stern gerne bekommen würde. „Er ist ein Ziel, aber nicht das Wichtigste. Denn es ist natürlich auch keine Selbstverständlichkeit, noch einen hauptamtlichen Trainer einstellen zu können. Und die Stärkung der zweiten Mannschaft hat bei mir derzeit höhere Priorität.“