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Beuthel saniert sein Stammhaus in Wuppertal-Barmen

Sanierung : Beuthel saniert sein Stammhaus in Barmen

Sanitätshaus investiert rund 400 000 Euro. Der Umbau erfolgt bei laufendem Betrieb.

Im Stammhaus des Sanitätshauses C. Beuthel an der Höhne finden derzeit umfangreiche Renovierungsarbeiten statt. Doch eine vorübergehende Schließung habe man vermeiden wollen, sagt Lars Neumann, einer der beiden Geschäftsführer. Deshalb werden die Bauarbeiten bei laufendem Betrieb erledigt. Der Umbau soll noch bis November dauern und kostet rund 400 000 Euro.

Die Entscheidung, die Filiale zu erneuern, sei gefallen, weil man in den vergangenen Jahren an mehreren der sechs Standorte in Wuppertal, Düsseldorf und Remscheid viel renoviert, das Stammhaus in Barmen aber etwas vernachlässigt habe, so Neumann. „Eine Renovierung war mehr als nötig“, sagt er. Für die Kunden würden nun die Räume „heller und schöner“ gestaltet und zahlreiche technische Neuerungen eingebaut. Das reicht von Computern über Kabel und andere IT-Geräte, zum Beispiel zur Vermessung von Beinen und Gliedmaßen. „Wir wollen neue Messtechniken einsetzen und die Abläufe verkürzen, um unsere Kunden schneller bedienen zu können“, sagt Neumann. Die neuen Messgeräte sollen zum Beispiel bei der Vermessung für Kompressionsstrümpfe, Bandagen und Schuheinlagen zum Einsatz kommen. Auch die räumliche Gestaltung soll die Abläufe verbessern. Außerdem würden im ganzen Haus Klimaanlagen eingebaut. Das sei zwar keine unbedingt notwendige Maßnahme, sagt Neumann. „Aber es ist gut für Kunden und Mitarbeiter.“

Um den laufenden Betrieb weiterhin zu ermöglichen, würden die Bauarbeiten in mehreren Abschnitten durchgeführt, so Neumann. „Es gibt für die Kunden nur kleine Einschränkungen.“ Der erste Abschnitt im hinteren Teil des Ladens sei bereits fertiggestellt, dort können bereits mehrere neue Kundenkabinen benutzt werden. Der zweite Bauabschnitt laufe derzeit. Die Fertigstellung ist für den 9. November geplant.

Die Renovierung sei auch ein Bekenntnis zum Standort Barmen, sagt Neumann. Denn dort habe das Traditionsunternehmen mit seiner mittlerweile 130 Jahre langen Geschichte seinen Ursprung. Außerdem sei Barmen trotz so mancher „kritischer Entwicklung“ immer noch ein attraktiver Standort. Das Stammhaus weise nach wie vor eine gute Kundenfrequenz auf. „Wir stehen zu Barmen“, sagt Neumann, der auch auf eine positive Entwicklung des Stadtteils durch das Engagement der Interessengemeinschaft der Einzelhändler (IG Barmen) hofft.

In der eigenen Branche stünden die Zeichen nach wie vor auf Wachstum, sagt Neumann. Der Markt für Reha-, Orthopädie und Homecare-Produkte wie Bandagen, Prothesen oder Pflegebetten entwickele sich jedenfalls gut. „Einen Boom haben wir vor allem bei Rollatoren und E-Rollstühlen“, sagt Neumann. Und die demografische Entwicklung spiele dem Sanitätshaus C. Beuthel in die Karten. Die Renovierung erscheint unter dem Strich auch deshalb als lohnende Investition.