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Wassersport verboten: Umweltalarm an der Wupper-Talsperre

Baden, Angeln und Motorsport verboten : Umweltalarm an der Wupper-Talsperre ausgerufen

Durch das Hochwasser ist die Wupper-Talsperre massiv verschmutzt worden. Im Moment ist Wassersport dort verboten.

Die Remscheider Freizeitanlage Kräwinklerbrücke hat ihren Betrieb eingestellt. Ausflügler standen am Samstag vor verschlossenen Pforten, nachdem der Wupperverband Umweltalarm ausgelöst hatte. Durch die Hochwasserkatastrophe sei die Wupper-Talsperre massiv verschmutzt worden. Experten müssten Luft- und Wasserproben entnehmen, um nach einer Analyse festzustellen, welche Substanzen in das Gewässer gelangt sind. Denn so viel steht nach Auskunft von Susanne Fischer, Sprecherin des Wupperverbands, fest: „Durch die Überflutung von Firmengeländen, Betriebsflächen und Häusern sind unterschiedliche Substanzen in die Wupper-Vorsperre in Hückeswagen und von dort in die Wupper-Talsperre gelangt.“ Auf Hinweisschildern informieren die Betreiber des gemeinnützigen Unternehmens Arbeit Remscheid an der Anlage darüber, dass die Freizeitanlage „bis auf Weiteres“ geschlossen bleiben müsse.

Dabei hatte sich Geschäftsführer Ralf Barsties noch am Donnerstag optimistisch gezeigt, dass Sonnenanbeter weiter auf ihre Kosten kommen können. „Wir haben so gut wie keine Schäden festgestellt. Allerdings stand das Haus des Tauchvereins auf dem Gelände 15 Zentimeter unter Wasser. Unser Betrieb kann weiterlaufen.“ Diese Sachlage stellt sich nun anders dar: Der Wupperverband hat sämtliche Freizeitaktivitäten an der Wupper-Talsperre untersagt. Dazu zählen Angeln, Bootsport und Baden.

Derweil ist eine Rettungsaktion für die Wasservögel gestartet, die seit der Verschmutzung der Talsperre um ihr Leben kämpfen. „Wir haben Tierarzt Dr. Stephan Paufler geholfen, der sich um die Schwäne kümmerte und weitere Tiere gesäubert“, erklärt Mit-Organisatorin Natalie Hütten. Acht Freiwillige haben sich kundig gemacht, wie sie helfen könnten und sich entsprechend ausgerüstet. Mit einem pH-neutralen Reinigungsmittel wird das Gefieder gereinigt, die lebensnotwendige Fettschicht der Tiere jedoch erhalten. Daneben haben die Helfer mehrere Kescher dabei, mit denen sie die Tiere einfangen können sowie Transportboxen, in denen die Tiere so lange aufbewahrt werden, bis sie gesäubert sind.