Myrjam Passing verstärkt die Wirtschaftsförderung Sprockhövels

Sprockhövel : Gemeinsam für Sprockhövel das Beste herausholen

Tourismus- und Regionalentwicklungsexpertin Myrjam Passing verstärkt die Wirtschaftsförderung der Stadt.

Mit Myrjam Passing erhält die Wirtschaftsförderung der Stadt eine ambitionierte Verstärkung. Bereits seit dem 20. Mai ist die Wahl-Kölnerin im Dienst und arbeitet sich in ihre Aufgaben ein. Die 33-Jährige wird die seit Ende Januar dem 1.Beigeordneten und Kämmerer Volker Hoven unterstellte Wirtschaftsförderung und Tourismus der Stadt - als Fachbereich IV - leiten und soll die Weiterentwicklung der Stadt unterstützen. „Gemeinsam mit Herrn Hoven und meiner Kollegin Michelle Großmindorf habe ich schon einige Ecken der Stadt kennengelernt und freue mich darauf, mit Ideen und Konzepten zu dessen Förderung beizutragen“, sagt die aus Schwabach stammende Verwaltungsdame.

„Mit zwei Herzen in der Brust zu einer starken Stadt werden“

Mit Passing glaubt Hoven die vakante Stelle der Wirtschaftsförderung gut besetzt zu haben. Die Masterabsolventin in Tourismus und Regionalentwicklung ist eine Persönlichkeit und Fachkraft mit entsprechendem wirtschaftlichem Format, mit der er als Team die wirtschaftliche Zukunft der Stadt gestalten will. „Gemeinsam werden wir neue Konzepte für eine starke Wirtschaft und einen optimierten Tourismus in Sprockhövel entwickeln, immer mit dem Ziel das Beste für unsere Stadt zu erreichen und unsere Unternehmerschaft optimal zu betreuen“, verspricht Hoven mehr Unterstützung für die Wirtschaft der Stadt.

Die neue Kraft soll maßgeblich mitwirken, Sprockhövels neue Gewerbeflächen zu vermarkten. „Dabei wollen wir sinnvolle Unternehmen, sowie Gewerbe aus dem Handwerk und Handel für unser Stadt gewinnen“, sagt Passing selbstbewusst. Schließlich weiß sie ja von ihrem Chef, welchen Wert er auf eine starke Wirtschaft legt, damit gute Arbeitsplätze vor Ort sind. „Nur das ist letztlich der Garant für den Wohlstand und die Lebensqualität der ganzen Stadt“, wirbt Hoven auf den Internetseiten der Stadt. Das scheint sich Myrjam Passing schon in den ersten Tagen verinnerlicht zu haben.

Im Gespräch mit der WZ verriet die mit mehreren Praktika- und Projekterfahrungen aus den Bereichen Tourismus- und Stadtentwicklung bestückte Reiseliebhaberin einige ihrer Ideen. So sei ihr schon in der kurzen Zeit aufgefallen, dass Sprockhövel über zwei Stadtkerne und mehrere kleine und unterschiedliche Stadtteile verfügt, in der mit Sicherheit noch Potenziale schlummern, die es herauszufiltern gilt. In Hiddinghausen seien Passing Tiergehegen aufgefallen. „So könnte man dort gut Wanderwege drum herum bauen. Das ist für Familien, aber auch für einzelne Menschen interessant, die Tiere lieben. Da muss ich mich noch rein finden. Werde aber das Gespräch mit den Besitzern suchen“, sagt Passing.

Auch, dass der eine Stadtkern sich eher zu Bergischem und Rheinland (anm. d. Redaktion: Haßlinghausen) und der andere (Niedersprockhövel) zum „Ruhrpott“ hingezogen fühlt, sieht die neue Wirtschaftsförderin gelassen. „Man kann ja zwei Herzen in der Brust schlagen lassen und gemeinsam für die Stadt das Beste raus holen“, sagt Passing voller Überzeugung. Auf ihrer Agenda stehen auch Gespräche mit Stadtmarketing und Werbering Haßlinghausen, mit dessen neuem Vorsitzenden Michael Cramer sie sich für kommende Woche verabredet hat. „Vielleicht kann man die Leerstände in der Mittelstraße den lokalen und regionalen Künstlern für Ausstellungen zur Verfügung stellen“, sagt Passing, die somit auch Raum für Kunst und Kultur schaffen möchte.

Zudem könnten temporäre Freiflächen wie Bauernmärkte als Anziehungspunkte zum Verweilen einladen.

Auch eine neue Homepage solle für den Handel erstellt und dauerhaft gepflegt werden.

Auf jeden Fall habe Sprockhövel sehr viel Potenziale, die man positiv auch durch Messeteilnahmen nach außen tragen könne und werde.

Mit ihren frischen Ideen könnte Myrjam Passing ein Gewinn für die Stadt werden.

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