Schneefall in NRW: So ist die Lage in Wuppertal, Krefeld und Düsseldorf

Schneefall in NRW : So ist die Verkehrslage in der Region

Neuschnee ist in weiten Teilen von NRW gefallen, in Teilen des Landes kommt es dadurch zu zahlreichen Unfällen und Stau. So ist die Schneelage in Düsseldorf, Wuppertal und Krefeld.

Was für Schlitten- und Skifahrer Vergnügen pur bedeutet, kann für Autofahrer zur Rutschpartie werden: Neuschnee ist in weiten Teilen von NRW gefallen. Ein Überblick über die Verkehrslage in der Region:

Die Lage am Abend

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) prognostiziert für den heutigen Abend (30.01.) weiteren Neuschnee. Westlich des Rheins und am Niederrhein werden zwischen zwei und fünf Zentimetern erwartet. Dadurch kommt es gebietsweise zu Glätte. Über die Nacht können weitere drei Zentimeter Schnee dazu kommen. Die Temperaturen schwanken zwischen null Grad in niedrigen Lagen und bis zu minus sechs Grad im Bergland.

Am späten Nachmittag staute es sich auf NRWs Straßen: Über 300 km Stau auf den Autobahnen (Stand: 17 Uhr) sorgten bei Pendlern für Unmut.

Auf der A46 kam es gleich an fünf Stellen zu Stau: Zwischen Wuppertal-Wichlinghausen und Wuppertal-Katernberg (4 km), zwischen Haan-West und Wuppertal-Barmen (stockender Verkehr auf 20 Kilometern), zwischen Düsseldorf-Holthausen und Düsseldorf-Bilk (3 km) sowie zwischen Neuss-Uedesheim und Dreieck Düsseldorf-Süd (8km).

In Wuppertal haben Schnee und Eis besonders auf den Südhöhen für schwere Behinderungen des Straßenverkehrs gesorgt. Viele Busse kommen nicht durch. Die Ronsdorfer Straße ist wegen Eisglätte komplett gesperrt.

Es gibt Störungen im Linienverkehr, teilen die Stadtwerke auf ihrer Internetseite mit. Derzeit betroffen sind die Linien: CE61, CE65, 603, 604, 613, 614, 617, 619, 623, 625, 627, 635, 637, 645. Aktuelle Informationen zum Linienverkehr sind hier zu finden. Vom Schneefall besonders betroffen sind vor allem die Wuppertaler Höhen.

„In Krefeld bleibt die Verkehrslage weiterhin gut“, bestätigte eine Sprecherin der Polizei gegenüber unserer Redaktion. Derzeit (Stand: 15:50) lägen keine Meldungen über witterungsbedingte Verkehrseinschränkungen oder Unfälle vor.

So war die Lage am Morgen

Schon am Mittwochvormittag zogen Schneeschauer von der Eifel über das Rheinland und Ruhrgebiet bis nach Ostwestfalen hinweg. „Von Südwest kommt aber noch mehr Nachschub“, sagte Malte Witt vom Deutschen Wetterdienst in Essen am Mittwochmittag. Bis Donnerstagmorgen sollte es im ganzen Land zwischen zwei und fünf Zentimeter Schnee geben. Zumindest in höheren Lagen könnte es bei Minusgraden dann auch zum Schlittenfahren reichen. Gerade auf Nebenstrecken warnte der Deutsche Wetterdienst allerdings vor glatten Straßen.

Bereits am Mittwoch machte Schneeglätte den Autofahrern mancherorts zu schaffen. In und um Aachen zählte die Polizei bis zum Mittag mehr als 70 Unfälle, überwiegend mit Blechschäden. Auch die schweren Müllfahrzeuge mussten auf einigen Strecken kapitulieren und ließen einige Tonnen stehen, berichtete die Stadt. In Wuppertal meldeten die Stadtwerke, dass einige Busse an größeren Steigungen Schwierigkeiten auf schneeglatter Fahrbahn hatten - sie fuhren einige höher gelegene Haltestellen nicht an.

16 Unfälle allein am Vormittag vermeldete die Polizei im Rhein-Erft-Kreis. Zwei Autofahrer mussten nach einer Kollision in Bergheim ins Krankenhaus. Im ostwestfälischen Delbrück bei Paderborn verunglückte ein 57-Jähriger schwer. Sein Auto war laut Polizei mit Sommerreifen von einer glatten Fahrbahn abgekommen und gegen zwei Bäume gefahren. Mit lebensgefährlichen Verletzungen wurde er in ein Krankenhaus gebracht.

In Gütersloh wurden am Nachmittag sechs Menschen leicht verletzt, als ein 22-Jähriger auf glatter Fahrbahn ins Schleudern geriet, der Wagen sich querstellte und im Gegenverkehr mit einem anderen Auto kollidierte. Von der Wucht des Aufpralls wurde der Wagen auf ein weiteres Auto geschleudert, in dem drei von insgesamt vier Kindern sowie die Fahrerin leicht verletzt wurden, wie ein Polizeisprecher sagte.

Neuschnee bringt Skivergnügen

Die Skigebiete in NRW melden nach dem Neuschnee der vergangenen Tage beste Bedingungen. So laufen im Sauerland inzwischen auch viele Lifte in Naturschneegebieten, sagte eine Sprecherin der Wintersport-Arena. Sie rechnet damit, dass spätestens am Wochenende rund 100 Lifte in Betrieb sind - soviel wie in dieser Saison noch nie. Weil es in der Eifel anders als im Sauerland keine Beschneiungsanlagen gibt, ist dort die Freude über den Neuschnee besonders groß: So reichen die Schneehöhen in Monschau zum Schneeschuhwandern oder für Pferdeschlittenfahrten. Auch der letzte Lift in Hellenthal hat inzwischen seinen Betrieb aufgenommen.

Die Prognosen des Deutschen Wetterdienstes für die kommenden Tage kündigen im Flachland bereits wieder Tauwetter an: Am Wochenende sollen die Temperaturen dort wieder über Null klettern und die Schneedecke schmelzen lassen. Anders in den Höhenlagen: Die Skigebiete in NRW bereiten sich auf einen großen Ansturm am nächsten Winter-Wochenende vor.

(mars)
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