Skaterhockey: Crash Eagles Kaarst sind binnen 22 Stunden zweimal gefordert

Skaterhockey: Crash Eagles Kaarst sind binnen 22 Stunden zweimal gefordert

Bundesligist trifft auf Sauerland Steel Bulls und Crefelder SC. Beim Europapokalturnier belegten die Kaarster den dritten Platz.

Kaarst. Für den Skaterhockey-Bundesligisten Crash Eagles Kaarst ist derzeit ein Wochenende anstrengender als das nächste: Nach der erfolgreichen Pokal-Auswärtsreise nach Freiburg vor zwei Wochen und dem Europapokal in der Schweiz vor einer Woche, als die Kaarster Platz drei belegten, geht es in der Liga nun binnen weniger als 22 Stunden zweimal um Punkte: Heute sind die Adler um 18.30 Uhr bei den Sauerland Steel Bulls zu Gast, morgen kommt der Crefelder SC um 16 Uhr in die Stadtparkhalle.

Bei den Sauerländern, die aktuell nicht in den Play-off-Rängen liegen, gehen die Kaarster als Favorit ins Spiel. Allerdings, schränkt Eagles-Coach Georg Otten ein, hänge dies auch entscheidend mit dem Aufgebot der Lüdenscheider zusammen: „Wie stark der Gegner ist, hängt von der ständig wechselnden Besetzung ab. Neben einigen Eishockey- oder Inlinerprofis aus dem In- und Ausland haben die Bullen auch einige junge Akteure aus dem Iserlohner Eishockey in ihren Reihen.“

Das Derby gegen Krefeld spielt auch im Hinblick auf den Heimvorteil in den Play-offs eine große Rolle, der CSC liegt als Tabellenzweiter vor den Eagles auf Rang vier. Otten sah schon bei der 6:8-Pleite im Hinspiel einen starken Lokalrivalen: „War das Ergebnis seinerzeit noch eine kleine Überraschung, relativiert sich dies zusehends bei Betrachtung der Krefelder Punktausbeute.“ Ähnlich wie seine Eagles sei der CSC ein Verein, „der viele Nachwuchskräfte in den eigenen Reihen hat“.

Das Europapokalturnier beendeten die zum engsten Favoritenkreis zählenden Adler auf dem dritten Platz. Zum Auftakt gelang den Kaarstern ein beeindruckender 13:0-Sieg über die Dark Vipers aus Salzburg. Der anschließende 6:4-Erfolg über den SHC Givisiez (Schweiz) schickte die Eagles als Gruppensieger in die Zwischenrunde. Dort fertigte Kaarst in den Lunatics Wien den Meister Österreichs mit 6:1 ab und brachte beim 7:7 gegen die Borehamwood Crusaders aus England das Kunststück fertig, einen 3:7-Rückstand zu egalisieren. Im Viertelfinale, wiederum gegen Givisiez, siegte Kaarst nach 0:2-Rückstand mit 3:2.

Im Halbfinale setzte es dann trotz vieler Torchancen eine 2:7-Niederlage gegen den Gastgeber SHC Rossemaison. Viel besser lief es im kleinen Finale, das die Adler gegen die London Street Warriors ungefährdet mit 5:2 gewannen. Den Titel sicherten sich schließlich die Gentofte Starz aus Dänemark (4:2 gegen Rossemaison).

„Wir sind als das jüngste Team die Nummer drei in Europa. Damit kann man leben. Wir sind happy“, sagte Otten.

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