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Zentrumspartei Dormagen: 92 Jahre alter Gerhard Woitzik tritt ab

Politik in Dormagen : Zentrum: Sohn löst Vater ab

Der 92 Jahre alte Gerhard Woitzik war seit 1961 Vorsitzender der Zentrumspartei.

(schum) Landrats- und Bürgermeisterkandidaten, Kreistags- und Kommunalwahlbezirke, Reserveliste – es war ein mächtiges Programm, das sich die Zentrumspartei verordnete hatte. Die Mitglieder des Kreisverbandes und des Stadtverbandes hatten sich getroffen, um alle für die Kommunalwahl im Herbst relevanten Nominierungen in einem Rutsch zu erledigen. Als Landrats-Kandidat geht Adolf Robert Pamatat ins Rennen, als Dormagener Kandidaten für die Kreistagswahlbezirke wurden gewählt: Wolfgang Krause, Thomas Freitag, Olaf Temp, Michael Kirbach, Hans-Joachim Woitzik und Pamatat.

Für die Versammlung des Stadtverbandes Dormagen kamen insgesamt 32 Mitglieder zusammen. Zu Beginn der Veranstaltung wurde die Aufnahme von 13 neuen Mitgliedern durch die Versammlung bestätigt. Bei der anschließenden Wahl des Stadtverbandsvorstandes Dormagen wurde Hans-Joachim Woitzik ohne Gegenstimme zum neuen Stadtverbandsvorsitzenden gewählt und damit zum Nachfolger seines Vater Gerhard, der seit Jahrzehnten das Gesicht des Zentrums in Dormagen geprägt hat. Als weitere Mitglieder des Vorstandes wurden gewählt: Thomas Freitag als Stellvertreter, Michael Kirbach als Geschäftsführer, Waltraut Azinovic als Schatzmeisterin und Olaf Temp als Beisitzer. Woitzik lobte den harmonischen Verlauf: „Ich freue mich sehr über den starken Mitgliederzuwachs. Durch unseren intensiven Austausch mit verschiedenen Bürgerinitiativen, die mit aktuellen Entscheidungen in Dormagen nicht einverstanden sind, haben sich einige dazu entschieden, nun im Zentrum unmittelbar politisch mitgestalten zu wollen. Besonders toll finde ich es, dass viele Jüngere den Weg in die Politik gefunden haben und sich bereits aktiv für ihren Wahlkreis einsetzen.“

Im Anschluss wurde Woitzik einstimmig zum Bürgermeister-Kandidaten gewählt. Er fordert einen „Politikwechsel für Dormagen.“ In der Stadt müssten „Probleme endlich angepackt und transparent aufgeklärt werden“. Als Bürgermeister würde er sich unter anderem für ein neues Hallenbad in Nievenheim einsetzen. Bei der Wahlkreisbesetzung wies Woitzik darauf hin, das zehn Neulinge unter denen seien, die die 22 Wahlkreise besetzen. „Dies stärkt das Engagement der Zentrumspartei, die Bedürfnisse und Probleme der Menschen in Dormagen ernst zu nehmen und zu thematisieren. Die Reserveliste wurde wie folgt aufgestellt: Spitzenkandidat ist Hans-Joachim Woitzik, gefolgt von Thomas Freitag, Michael Kirbach, Olaf Temp, Waltraut Azinovic und Monika Werner.

(schum)