Nordrhein-Westfalen : Polizei geht mit großer Razzia gegen organisierte Kriminalität in NRW vor
Wuppertal/Krefeld. Spezialeinheiten von Zoll und Polizei sind am Dienstagmorgen in NRW mit einer Großrazzia gegen organisierte Schwarzarbeit und Kriminalität im Baugewerbe vorgegangen.
Ein Sprecher des Hauptzollamts Krefeld berichtete von mehreren Zugriffen. Genauere Details nannte er zunächst nicht, um 14 Uhr findet eine offizielle Pressekonferenz der Hauptzollamts Krefeld zu der Razzia statt. Die Aktion ist seit längerer Zeit geplant gewesen.
Die Razzien fanden laut verschiedenen Medienberichten in vielen NRW-Städten statt, zum Beispiel auch in Wuppertal, Düsseldorf und in Erkrath. Wie die Staatsanwaltschaft Wuppertal bestätigte sind im gesamten Land über tausend Einsatzkräfte der Polizei unterwegs. Die Staatsanwaltschaft Wuppertal ist in Zusammenarbeit mit dem Hauptzollamt Krefeld federführend bei der Aktion.
In Erkrath seien Wohn- und Geschäftsräume durchsucht worden. Auch Spezialeinsatzkommandos des Zolls seien ausgerückt. Es habe mindestens zwei Festnahmen gegeben, berichtet die Rheinische Post. Dabei soll es sich um einen Mann und eine Frau handeln. Die Eliteeinheit der Bundespolizei, die GSG 9, war nach dpa-Informationen ebenfalls "unterstützend beteiligt". Im Vorfeld habe es rund zehn Haftbefehle gegeben. Für die Aktion wurde die Sonderkommission "SoKo Moses" eingerichtet. Es soll sich zudem um die größte Razzia dieser Art in der Landesgeschichte handeln.