Pakete für Rumänien

Am Samstag sammeln die Feuerwehren in der Region wieder Spenden.

Grefrath/Tönisvorst. Wenn Hans-Konrad „Hako“ Schumeckers und Wolfgang Lindackers am 4. Dezember in die Fahrerkabine ihres 40-Tonners klettern, liegt eine lange Strecke vor den beiden Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Grefrath. Die Entfernung zwischen dem Niederrhein und der rumänischem Stadt Caransebes beträgt mehr als 1500 Kilometer.

Zunächst geht es nach Bayern und Tschechien und dann über Slowenien und Ungarn in den Südwesten Rumäniens. „Wir sind zwischen 18 und 20 Stunden unterwegs“, sagt Schumeckers. Der 65-Jährige und sein jüngerer Mitfahrer Lindackers wechseln sich am Steuer ab. Doch auch wenn Hans-Konrad Schumeckers die Strecke nach rund zwei Dutzend Fahrten quasi im Schlaf beherrscht, sind Ruhestopps natürlich Pflicht.

Der Grund für die Tour ist die 22. Lebensmittelsammelaktion der Feuerwehren im Kreis Viersen sowie in den Städten Krefeld und Ratingen. In fast allen Gerätehäusern in dieser Region werden am Samstag Spenden entgegengenommen (siehe Info-Kasten). Zusammen mit der Rumänienhilfe Vorst bringen die beiden Fahrer die Waren nach Caransebes.

„Im Laufe der vergangenen Monate erreichte uns wieder ein humanitärer Hilferuf“, sagt Rolf Peschken von der federführenden Feuerwehr Tönisvorst. Demnach werden dringend Lebensmittel für Kinderheime und Krankenhäuser benötigt. Hans Holtschoppen, Chef der Rumänienhilfe und ebenfalls Feuerwehrmann, war vor einigen Monaten mal wieder selbst vor Ort und hat sich ein Bild von der herrschenden Armut und der entsprechenden Notwendigkeit von Hilfslieferungen gemacht.

„Auch in diesem Jahr garantieren wir, dass die Lebensmittel gut ans Ziel kommen und dort bedarfsgerecht und pünktlich zum Weihnachtsfest verteilt werden“, betont Michel Steeg, Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr Tönisvorst. „Jedes Lebensmittel wird durch als Übermittler von Mensch zu Mensch gebracht.“

„Wenn man die strahlenden Kinderaugen sieht — das ist schon was“, erzählt der langjährige Transportfahrer Schumeckers. Eine Woche nach dem Start, am 11. Dezember, wollen er und Wolfgang Lindackers wieder in Grefrath sein.

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