CDU: Schütte kündigt Aufarbeitung an

Team soll Arbeit des Schatzmeisters überprüfen.

Tönisvorst. Die erste Sitzung des neugewählten CDU-Vorstandes hat am Mittwochabend stattgefunden. „Wir gehen mit Hochdruck an die Aufarbeitung“, sagt Parteichef Michael Schütte. Gemeint sind „Fehler bei der Führung der Parteikasse“ durch den zurückgetretenen Schatzmeister Maik Giesen.

„Gründlichkeit geht vor Schnelligkeit“, betont Schütte. Und ergänzt: „Ein Gespräch über die Genehmigung einer Ausgabe in Höhe von 350 Euro für ein Seminar hat es mit mir nicht gegeben.“ Und dies, obwohl es im Vorstand die klare Regelung gebe, dass Ausgaben bis 400 Euro zwischen dem Vorsitzenden und einem Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes abzustimmen seien. Möglicherweise unterliege Giesen einem Irrtum, was menschlich sei. Er, Schütte, werde es aber nicht zulassen, dass Probleme bei der Kassenführung auf einen Konflikt zwischen ihm und Giesen reduziert werde.

Zur Aufarbeitung stellt der CDU-Vorstand ein Team „renommierter Personen mit hoher Kompetenz bei den Themen Finanzen, Rechtswissenschaft und Buchführung“ zusammen. „Die Arbeit wird umgehend aufgenommen“, so Schütte. Wenn alle Fakten vorlägen, würden „rechtliche Schritte“ eingeleitet. Der Vorstand wolle die Vorgänge nicht nur aufklären, sondern solche Fehler in Zukunft vermeiden. Man könne zum Beispiel die Buchhaltung, die an den Kreisverband abgegeben wurde, wieder selbst aufbauen. Die Bedeutung der Kassenprüfer werde erheblich steigen. WD

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