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Kreis Viersen: Erster Corona-Fall im St. Töniser Seniorenheim

Pandemie : Kreis Viersen: Erster Corona-Fall im St. Töniser Seniorenheim

Kreisweit steigen die Fallzahlen an. Die Kita-Gebühren für April werden landesweit ausgesetzt.

Das Coronavirus greift weiter um sich. Das bekommen nun vermehrt Seniorenheime zu spüren. Im Kreis Viersen kämpft seit vergangener Woche eine Pflegeeinrichtung in Niederkrüchten mit dem Virus. Wie der Kreis Viersen am Donnerstag mitteilte, sind inzwischen 18 Bewohner des Hauses infiziert. „Außerdem wurde das Virus bei acht Mitarbeitern nachgewiesen“, heißt es aus dem Kreishaus. In der Niederkrüchtener Einrichtung gab es Ende der vergangenen Woche den ersten und bislang einzigen Todesfall im Kreis Viersen. Ein 87-jähriger Mann war an den Folgen des Coronavirus gestorben.

Weitere Mitarbeiter des Pflegeheims befinden sich nach Angaben des Kreises Viersen in Quarantäne. „Alle Mitarbeiter und Bewohner wurden inzwischen getestet. Acht Testergebnisse stehen noch aus. Die Infizierten wohnen auf allen Etagen des Heims. Es wird trotzdem angestrebt, sie von den Mitbewohnern zu isolieren.“

Neben der Pflegeeinrichtung in Niederkrüchten ist nun ein weiteres Seniorenheim betroffen. Der Kreis Viersen teilte mit, dass es einen ersten Fall in einem Tönisvorster Pflegeheim gebe. „Ein Bewohner des Seniorenhauses St. Tönis war zur stationären Behandlung im Krankenhaus Maria-Hilf Tönisvorst, wurde dort COVID-19-positiv getestet, befindet sich nun – engmaschig abgestimmt mit den Gesundheitsbehörden – auf Isolierstation im Krankenhaus Maria-Hilf Krefeld zur weiteren Behandlung“, teilte die Alexianer GmbH auf Anfrage der WZ mit. Das Unternehmen betreibt die Seniorenhäuser in St. Tönis und Vorst sowie das St. Töniser und Krefelder Krankenhaus. Alle Bewohner und Mitarbeiter des St. Töniser Pflegeheimes werden nun auf das Coronavirus getestet, heißt es aus dem Krisenstab des Kreises Viersen.

Im Kreis Viersen gibt es im Vergleich zu Mittwoch 28 neu bestätigte Coronavirus-Infektionen. „Damit sind aktuell (Stand Donnerstag, 18 Uhr) 227 Personen positiv auf das Virus getestet. Davon ist eine Person verstorben, 23 gelten als genesen. In häuslicher Isolation befinden sich derzeit 481 Kontaktpersonen“, so die Auflistung des Krisenstabs. „Die Übersicht über die Städte und Gemeinden: In Niederkrüchten gibt es 45 Fälle, in Willich 40, in Viersen 35, in Tönisvorst 27, in Kempen 25, in Nettetal 22, in Grefrath 15, in Schwalmtal acht und in Brüggen vier. Ohne Ortsangabe: sechs Fälle.“

Kempener Ordnungsamt lobt die Bürgerinnen und Bürger

„Aktuell führen die Mitarbeiter des Kempener Ordnungsamtes zahlreiche Kontrollen im Bezug auf die Verordnungen wegen der Corona-Einschränkungen durch. Nach Rückmeldung verhalten sich die Bürger sehr gut“, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Rathaus. „Bei allen Kontrollen wurden keine Personen auf Spielplätzen oder Sportstätten gesehen, die Einhaltung von maximal zwei Personen im öffentlichen Raum und Abstandsregelungen werden ebenfalls beachtet. Ebenfalls halten sich fast alle Geschäfte, Restaurants und weitere Einrichtungen an die Beschränkungen. Das Ordnungsamt möchte dafür danke sagen und hofft, dass auch am Wochenende trotz des angesagt schönen Wetters die Einschränkungen beachtet werden.“

Eintrittsgelder der Kulturszene Kempen werden erstattet

Für die abgesagten Veranstaltungen der Kulturszene Kempen und von Kempen Klassik können nun Tickets erstattet werden, die direkt über die Kasse des Kulturforums Franziskanerklosters erworben worden sind. Das teilte die Stadt Kempen am Donnerstag mit. „Erworbene Tickets über das Reservierungssystem Reservix werden unmittelbar nach Antrag bei Reservix erstattet.“ Die Rückerstattung beziehe sich zunächst lediglich auf Einzeltickets. „Abo-Tickets werden zu einem späteren Zeitpunkt anteilsmäßig zurückerstattet“, so die Stadt. Für die Kostenerstattung bei erworbenen Tickets an der Kasse sei ein Antragsformular auszufüllen. Das gibt’s im Internet:

kempen.de

Kita-Gebühren werden für
den Monat April ausgesetzt

Um eine Erstattung geht es auch im Kita-Bereich. „Die kommunalen Spitzenverbände haben sich mit der Landesregierung auf einen Kompromiss zur Zahlung der Kibiz/OGS- und Tagespflege-Sätze für den Monat April verständigt“, teilte die Stadt Kempen mit. „Demnach verzichten die Kommunen für den Monat April auf die Erhebung der Beiträge in den genannten drei Betreuungsformen. Die Eltern, die ihre Kinder in der Notbetreuung haben, werden nicht zu Beiträgen herangezogen. Sie werden erlassen. Die Stadt Kempen wird nun schnellstens diesen Kompromiss umsetzen.“