Ideensammlung „Rezepte“ für den Zeitvertreib

Kreis Viersen. · Was stärkt Sie, was lenkt Sie von Sorgen ab? Teilen Sie Ihre Ideen mit uns und den Lesern.

 Brettspiele, Knobel- und Geschicklichkeitsspiele, Sudoku oder Karten kommen nun um Zeitvertreib mehr auf den Tisch.

Brettspiele, Knobel- und Geschicklichkeitsspiele, Sudoku oder Karten kommen nun um Zeitvertreib mehr auf den Tisch.

Foto: I. Reemen

Mein Bügeleisen siezt mich nicht mehr. Das Sahnesteif-Päckchen von 2017 ist entsorgt und in meinen Kleiderschrank könnte jetzt auch die Fernsehkamera von „Shopping Queen“ leuchten, so aufgeräumt ist er. Die auferlegte Häuslichkeit einer Resturlaubswoche, die so ganz andere Tagesabläufe als geplant auferlegt, spiegelt sich in meinem Haushalt wider. Ich kann nicht verhehlen, dass mich das nicht unzufrieden macht.

Ich nehme mir mehr Zeit zum Kochen. Ich muss es auch tun, weil alle, die zum Haushalt gehören, auch zu Hause sind. Aber es übernimmt jetzt jeder mal diese Aufgabe. Wie schön!

Der Garten ist ein großes Glück. Die Arbeit in den Beeten erdet. In jeder Hinsicht. Sie lenkt ab. Sie strukturiert einen Vormittag. Sie spendiert kleine optische Erfolge.

Das Wetter ist zuweilen so schön, dass es schon wehtut. Weil die „Ausgangssperre light“ über allem schwebt. Wie die Sorgen, die man sich macht. Um die Eltern, die Kinder, Familie,  Freunde, Kollegen, Nachbarn.

Jeden Tag schaue ich auf die Zahlen der Neuerkrankten, der Toten. International, national, im Nachbarkreis Heinsberg und in den Städten um uns herum.

Der Schutzengel, den eine Freundin Silvester mitbrachte, damit er uns 2020 gut begleitet, hat jetzt einen Platz auf der Fensterbank gleich am Esstisch. Symbolik tut gut. Manch Zwiegespräch mit Gott auch. Es stärkt die Seele. Und nährt die Hoffnung, dass wir diese Corona-Zeit alle bestmöglichst überstehen.

Das Winken über die Straße zu den Nachbarn hat eine neue, eine viel tiefere Bedeutung bekommen. „Alles gut?“ ist keine mehr so gewohnheitsmäßig dahin gesagte Frage. Nähe trotz Distanz ist in jeder Begegnung abzulesen, bei der die Beteiligten den Schutzraum des jeweils anderen respektieren. Nichts ist mehr selbstverständlich. Und vieles zugleich umso wertvoller. Auch der Austausch untereinander. Mit Hilfen und Ideen. Mit neuen Rezepten. Auch für den Zeitvertreib. Gegen das Nerven-Flattern.

Hier ein Tipp,  den Sie, liebe Leser, vielleicht auch so oder ähnlich umsetzen: Wir haben mit ein paar Freunden, die gerne Rätsel lösen, eine Knobel-Whatsapp-Gruppe gegründet und schicken uns nun Aufgaben und Rätsel hin und her. Jeder löst, wie er zwischendurch Zeit und Lust hat oder auf andere Gedanken kommen will. Daraus haben sich schon sehr schöne Dialoge ergeben. Und viele lachende Emojis. Davon kann man zurzeit nicht genug haben. Mir tun sie gut.

Welche Ideen, welche Erlebnisse stärken Sie? Lassen Sie uns teilhaben. Wir teilen sie gerne. Gerade jetzt, wo der Bügelkorb leer ist.

Schicken Sie Ihre kurzen Geschichten und Erlebnisse an die WZ-Redaktion – gerne in Wort und/oder Bild:

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