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Reges Treiben in der Albert-Mooren-Halle in Oedt

Versammlungsstätte : Wo die Prominenten ein- und ausgehen

Pächter Christian Karpenkiel hat in der Mooren-Halle in den vergangenen fast zehn Jahren eine ganze Menge bewegt. Auch in diesem Jahr ist der Terminkalender schon ziemlich voll.

Seit fast zehn Jahren ist Christian Karpenkiel (42)  Pächter der Albert-Mooren-Halle in Oedt, nachdem es in den Jahren zuvor einige Wechsel in dieser Position gegeben hatte. Mit Karpenkiel zog Kontinuität in die Halle. Heute erfreut sie sich hoher Beliebtheit, zieht zahlreiche Veranstalter an und ist an den Wochenende im laufenden Jahre quasi ausgebucht.

Wie fing das alles an?

Karpenkiel stammt aus Oedt und führt ein Radio- und Fernsehgeschäft in Mönchengladbach. Außerdem ist er Angestellter der Stadt Willich, wo er für den Brandschutz  und die Elektrosicherheitsprüfung zuständig ist. Eines Tages seien ein paar Kumpel zu ihm gekommen, die gehört hatten, dass der Pächter der Mooren-Halle kündigen wolle. Ob er nicht gemeinsam mit ihnen die Halle übernehmen wolle. Den Einwand, er habe keine Ahnung von Gastronomie, überhörten sie. Er habe schließlich einen Plan von Veranstaltungstechnik. Sie stellten ein Konzept zusammen und gingen damit zum Bürgermeister, wo sie die Auskunft bekamen, der Pächter wolle doch verlängern. Was aber Wochen später wieder überfällig war. Da stand Karpenkiel allerdings alleine stand, die Freunde waren abgesprungen. Es wagte den Sprung ins kalte Wasser und unterschrieb den Vertrage mit der Sport- und Freizeit GmbH.

Wann kam der Erfolg?

Als Karpenkiel anfing, hatte er nur 15 feste Kegelclubs und 25 Saalveranstaltungen im Jahr. Es sei eine harte Zeit gewesen, Klinken  zu putzen und Kontakte zu knüpfen. Seine Frau als ausgebildete Hotelfachfrau kümmerte sich von Anfang an um die Gastronomie und tut das heute noch. Für das laufende Jahr sieht der Terminkalender gänzlich anders aus. Geplant sind über 60 Veranstaltungen im Jahr, 30 Kegelclubs schieben eine nicht immer ruhige Kugel. Drei Schießvereine trainiere im Keller, vier Chöre proben in der Mooren-Halle. „Die Leute sind zurückgekommen“, freut sich Christian Karpenkiel.

In die Halle passen bei Musikveranstaltungen passen 650 Menschen in die Halle, bei Comedy und Kabarett sind es 450. Das Restaurant bietet 75 Personen Platz, bei schönem Wetter kommen 40 Plätze im Biergarten dazu.

Was war für den Pächter das größte Highlight?

Das fand aus Kapazitätsgründen nicht der Halle, sondern unter freiem Himmel statt. Es war das Gastspiel von „Brings“ im September 2015, zu dem fast 2000 Besucher kamen. Zum 40jährigen Jubiläum der Halle  2018 gaben sich Chöre der Gemeinde ein Stelldichein, hinzu kamen ein gut besuchter Tag der offenen Tür.

Was geschieht in Sachen Sanierung?

Christian Karpenkiel ist zuversichtlich, dass im Rahmen von ISEK (Integriertes Stadtteil-Entwicklungkonzept) Mittel fließen. Besonders dringend sei die Sanierrung der Heizungsanlage, der Lüftung und der Toiletten.  Außerdem soll es, so die Planung eine Rampe geben, damit der Zutritt zu Gaststätte und Saal barrierefrei wird. Karpenkiel ist sicher: „Es wird einiges passieren.“

Wie ist die aktuelle Stimmungslage des Pächters?

„Ich habe am Anfang nicht mit so einem Erfolg gerechnet“, sagte Christian Karpenkiel. Obwohl viel zu tun sei, „macht es großen Spaß, hier zu arbeiten“. hd