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Grefrath: Ein Eishockey-Fest für die Villa Kunterbunt

Benefiz-Spiel : Ein Eishockey-Fest für die Villa Kunterbunt

Das Benefiz-Spiel zugunsten der Kita Villa Kunterbunt war ein voller Erfolg. Rund 2000 Zuschauer wollten in Grefrath Christian Ehrhoff und Co. sehen.

Als die Spieler von Grefrath Pheonix die Eisfläche betraten, staunten viele nicht schlecht. Dort, wo die Mannschaft ansonsten in der Eishockey-Landesliga vor nicht einmal 100 Zuschauern spielt, entwickelte sich am Freitagabend eine beeindruckende Kulisse. Das Charity-Spiel gegen die Villa Kunterbunt-Allstars um Krefelder Eishockeylegenden wie Christian Ehrhoff oder Herberts Vasiljevs wurde für viele Beteiligten zu einem Erlebnis, das sie so schnell nicht vergessen werden.

Möglich gemacht hat das Sascha Lorenz. Der 47-Jährige, der in früheren Jahren selber für Grefrath spielte, initiierte das Charity-Spiel – ein Großteil der Einnahmen geht an die Kindertagesstätte Villa Kunterbunt in Grefrath. Bei an die 2000 Zuschauern im Grefrather Eissportzentrum kamen so mehrere tausend Euro zusammen. Diese sollen unter anderem in eine neue Bestuhlung der Kita, neue Gartengeräte sowie weitere Projekte rund um die Villa Kunterbunt gesteckt werden.

Lorenz steckte viele Stunden Arbeit an Organisation in das Event und war schon vor dem Spiel sichtlich gerührt. Mit seinem Sohn auf dem Arm betrat er kurz vor dem ersten Bully unter großem Applaus die Eisfläche, sprach von einer „Gänsehaut-Atmosphäre“ und sagte in Richtung der Fans: „Es ist einfach überragend, was hier los ist. Ich kann an alle Zuschauer, an alle Helfer und Ordner nur tausend Mal Danke sagen.“ Die Idee entwickelte Lorenz schon vor einigen Monaten: „Die Villa Kunterbunt ist als Elterninitiative auf Spenden und tatkräftige Mithilfe aus der Elternschaft angewiesen“, sagt der Familienvater, dessen Sohn selber in die Grefrather Kita geht.

Zusammen mit alten Freunden stellte Lorenz eine (Alt)-Stars-Mannschaft zusammen, die sich sehen lassen konnte. Neben Ehrhoff und Vasiljevs trugen unter anderem Altbekannte wie Andre Grein oder Arno Brux das extra entworfene weiße Trikot. Hinter der Bande standen neben Uwe Fabig und Lukas Lang auch Roland Verwey. Der Ex-Pinguin sollte eigentlich selber die Schlittschuhe schnüren, musste aufgrund aus gesundheitlichen Gründen aber passen.

Auch die Charity-Mannschaft wurde von den Zuschauern, unter denen sich auch die KEV-Legende „Trompeten-Willy“ befand, lautstark empfangen. Beide Teams wurden von der U13-Mannschaft der Grefrather auf das Eis begleitet. Herberts Vasiljevs, der nach dem Ende seiner aktiven Karriere bereits an vielen Benefizspielen teilnahm, war von der Kulisse begeistert, sagte: „Es macht immer wieder Spaß aufs Eis zu gehen, erst recht bei so einer Kulisse. Man sieht viele Leute wieder, das ist für uns und die Zuschauer ein tolles Erlebnis.“ Vor dem ersten Bully richtete er eine Kampfansage an die im Schnitt deutlich jüngere Mannschaft der Grefrather Phoenix: „Die alten Herren sind auf jeden Fall bereit.“

Beide Teams zeigten in der Anfangsphase, dass sie das Spiel durchaus mit der nötigen Einstellung angehen, besonders die Grefrather wollten vor so einer Kulisse zeigen, dass sie es können. Nach dem ersten Drittel führten das von Karel Lang trainierte Team so nach Toren von Gerrit Ackers und Christoph Kiwall mit 2:0. Im zweiten Drittel erhöhte die Gastgeber zunächst auf 5:2, ehe es im letzten Abschnitt dann spektakulär wurde. Ein nicht ganz ernstgemeinter Faustkampf zwischen Ackers und Dennis Krug brachten die Zuschauer in Stimmung. Mit der Schlusssirene glichen die Villa Kunterbunt-Allstars dann doch noch zum 6:6 aus, im Penaltyschießen behielt das Team um Sascha Lorenz dann die Oberhand und wurde beim Eishockey-Fest in Grefrath zum sportlichen Sieger.