Landtagswahl im Kreis Viersen Was Wahlberechtigte zur Briefwahl wissen müssen

Kreis Viersen · (biro/msc) Am Sonntag, 15. Mai, ist die Landtagswahl in NRW. Großer Beliebtheit erfreut sich nach wie vor die Briefwahl. Wir beantworten die wichtigsten Fragen für die Wähler in Kempen, Willich, Tönisvorst und Grefrath.

 Ein Stimmzettel für die Landtagswahl im Kreis Viersen.

Ein Stimmzettel für die Landtagswahl im Kreis Viersen.

Foto: Birgitta Ronge

Wie viele Wahlberechtigte gibt es?

In Willich sind 38 444 Personen wahlberechtigt, in Kempen sind es 27 215, in Tönisvorst 22 689 und in Grefrath 11 773.

Wie viele Wahlberechtigte haben bislang Briefwahl beantragt? Wie ist der Trend?

In Willich wurden bis zum 5. Mai 11 887 Briefwahlunterlagen beantragt. In Kempen wurden bisher 8176 Briefwahlanträge gestellt. Zum Vergleich: Bei der Bundestagswahl 2021 waren es 11 012. In Grefrath geht man davon aus, dass sich die Briefwahlbeteiligung im Vergleich zur Landtagswahl 2017 steigern wird. Damals gab es 1631 Briefwähler, bisher wurden schon 3105 Wahlscheine ausgestellt. Auch in Tönisvorst gibt es einen Trend zur Wahl per Brief: Nutzten bei der Landtagswahl 2017 Wähler diese Möglichkeit, sind es diesmal bereits 7451. Allerdings: Bei der Bundestagswahl waren es noch 10 372 Briefwähler, wie Stadtsprecherin Catharina Perchthaler mitteilt.

Wie viele Wahlhelferinnen und -helfer gibt es?

In Willich werden am 15. Mai 327 Personen im Einsatz sein, in Kempen etwa 280, in Tönisvorst rund 260 und in Grefrath 91.

Wurden zur Bewältigung des erwartet hohen Briefwahlaufkommens zusätzliche Wahlhelfer engagiert?

„Nein, haben wir nicht. Es wurde das Aufkommen der Bundestagswahl 2017 zugrunde gelegt“, so Susanne Purath von der Stadt Willich. Auch in Kempen wurden „keine zusätzlichen Wahlhelfer engagiert, da wir das Briefwahlaufkommen mit unseren Wahlhelfern bewerkstelligen können“, sagt Stadtsprecherin Johanna Muschalik-Jaskolka. „Bereits zur Bundestagswahl haben wir von zwei auf fünf Briefwahlvorstände erhöht, bei der Landtagswahl planen wir mit vier Briefwahlvorständen“, sagt Jürgen Heinen von der Gemeinde Grefrath. In Tönisvorst arbeitet man mit der gleichen Anzahl an Wahlhelfern wie bei der Bundestagswahl – zumal die Zahl der zu verarbeitenden Briefe niedriger liege, so Perchthaler.

Bis wann und wo müssen die Briefwahlunterlagen beantragt worden sein?

Dies ist in allen vier Kommunen möglich bis Freitag, 13. Mai, 18 Uhr. In Willich im Wahlamt an der Hauptstraße 6 in Neersen oder online unter https://www.stadt-willich.de/de/rathaus/briefwahl/, in Kempen im Rathaus am Bahnhof, Haus Mitte (rot), an der Schorndorfer Straße 18. Weitere Möglichkeiten finden sich auf der Internetseite der Stadt Kempen unter https://www.kempen.de/de/inhalt/briefwahl/. In Grefrath kann man im Wahlbüro im Rathaus Grefrath Briefwahl beantragen oder seine Stimme direkt abgeben. Online ist dies nur bis Mittwoch, 11. Mai, möglich. In Tönisvorst ist die persönliche Beantragung möglich im Rathaus an der Bahnstraße 15, im Internet bis Mittwoch, 11. Mai, 6 Uhr, damit die Unterlagen noch am selben Tag versandt werden können.

Bis wann und wo können Bürger die Briefwahlunterlagen ausgefüllt abgeben?

Möglich ist dies bis Sonntag, 15. Mai, 18 Uhr, beispielsweise in Willich im Wahlamt an der Hauptstraße 6, in Tönisvorst „in den Verwaltungsgebäuden (bevorzugt auf der Bahnstraße 15), auf keinen Fall in den Wahllokalen“, so Catharina Perchthaler, in Grefrath im Rathaus am Rathausplatz 3.

Was tun, wenn ich die Briefwahlunterlagen hatte, jetzt aber nicht mehr finde?

In Willich können diese bis zum 14. Mai um 12 Uhr im Wahlamt neu ausgestellt werden. „Im Falle einer nachgewiesenen plötzlichen Erkrankung kann ausnahmsweise bis 15 Uhr am Wahltag ein Wahlschein beantragt werden“, teilt die Stadt Kempen mit. Aus Tönisvorst heißt es: „Verlorene Wahlscheine werden nicht ersetzt. In oben beschriebenem Fall liegt die Verantwortung für den Verlust beim Wähler, das Wahlamt kann keine weiteren Unterlagen ausstellen.“

Gibt es bei den Wahllokalen Neuerungen?

Die Städte und Gemeinden bitten darum, dass alle Wahlberechtigten nochmals auf ihrer Wahlbenachrichtigung den angegebenen Wahlraum nachlesen. In Willich beispielsweise gab es zahlreiche Veränderungen.

In Grefrath muss das Wahllokal für den Bezirk 2010 umziehen, da das katholische Jugendheim an der Lobbericher Straße als Unterkunft für Geflüchtete aus der Ukraine genutzt wird. Neues Wahllokal ist die Volksbank Kempen-Grefrath an der Dunkerhofstraße 7.

In St. Tönis wurde das Wahllokal für die Bezirke Rosentalhalle I, II und III um wenige Meter ins Jugendfreizeitzentrum verlegt.

In Kempen wurden die Wahllokale in Klixdorf/Unterweiden zusammengelegt. Das Wahllokal in Unterweiden wurde verlegt, so dass die Wählerinnen und Wähler nun das Wahllokal in Klixdorf (Förderschule, Biesterfeldweg 1) aufsuchen.

(biro/msc)