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Neues Lehrschwimmbecken in Grefrath vielfältig nutzbar

Bauvorhaben in Grefrath für 3,1 Millionen Euro : Lehrschwimmbecken: Bau hat begonnen

Der Hubboden lässt sich variabel einstellen. Wassertiefen von null bis 1,80 Meter sind möglich.

(ure) Auf einen genauen Termin, wann der Bau des neuen Lehrschwimmbeckens am Grefrather Hallenbad fertiggestellt sein wird, will sich Erik Ix nicht festlegen lassen. Der Geschäftsführer der Grefrather Gemeindewerke berichtete am vergangenen Dienstag im Sport- und Kulturausschuss der Gemeinde Grefrath über den aktuellen Stand des Bauvorhabens und konnte vermelden: „Die Tiefbauarbeiten haben begonnen.“ Ganz grob gerechnet: Anvisiert ist das Bauende für den März 2024, einen späteren Zeitpunkt müsse man allerdings in Betracht ziehen.

Wie wichtig es ist, dass Kinder Schwimmen lernen, wurde bereits mehrfach betont. Das jetzige Lehrschwimmbecken sei allerdings nicht mehr sanierbar, wie Ix berichtete: „Außerdem ist es alles andere als schön.“ Man habe sich also zu einem Neubau an der Nordseite des Hallenbades entschlossen – eingebettet in die Schullandschaft Grefraths. Im dem Flachdachbau wird ein Schwimmbecken in der Größe von acht mal zwölf Metern entstehen. Das Besondere ist der Hubboden des Beckens, mit dem die Wassertiefe von null bis 1,80 Meter variiert kann. „Von 0,0“, wiederholte Ix. Später griff Eva Podlun (GOVM) diesen Hinweis auf: „Ist über das Schwimmen hinaus eine Nutzung denkbar?“ Darüber müsse man im Aufsichtsrat der Gemeindewerke sicherlich sprechen, antwortete Ix.

Es wird ein nahtloser Übergang vom großen Hallenbad ins Lehrschwimmbecken möglich sein, ein Eltern-Kind-Bereich mit einer Spielfläche in einer Größe von bis zu 30 Quadratmetern wird eingerichtet, Lagerräume für Kurse und Vereine ergänzen das Bauvorhaben. Da auf dem Höhenniveau der großen Halle gebaut wird, ist die Barrierefreiheit garantiert. Große Glasscheiben sorgen für viel Tageslicht.

Lehrschwimmbecken kostet
rund 3,1 Millionen Euro

Für das Lehrschwimmbecken ist ein Kostenrahmen von 3,1 Millionen Euro geplant. Eingerechnet sind dabei 1,65 Millionen Euro an Fördermitteln, von denen die Gemeinde Grefrath einen zehnprozentigen Anteil trägt. Die restliche Summe wird mit Fremdfinanzierungen über die Gemeindewerke gestellt. Inzwischen sei man auch hinsichtlich der notwendigen Ausschreibungen für die einzelnen Gewerke weitergekommen, sagte Erik Ix: „Wir haben einen zuverlässigen Partner gesucht und mit der zentralen Vergabestelle des Kreises Viersen auch gefunden.“ Der Prozess dauere ein wenig, dafür erhalte man aber eine fehlerfreie Qualität. Derzeit sind die Fenster- und die Fassadenarbeiten veröffentlicht, die Ausschreibung für die Dacharbeiten seien in der Vorbereitung. Erfreulich sei, dass man sich bislang im Kostenrahmen bewege. Lediglich die Kosten für die Badewassertechnik seien in die Höhe geschnellt, andere Gewerke seien aber günstiger realisierbar.

Die kommende Hallensaison 2022/23 soll nicht ausfallen, sagte Ix, betonte aber, dass die bauliche Verbindung zwischen Hallenbad und Lehrschwimmbecken eine große Herausforderung sei.