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Neviges: Ehemaliges Möbelhaus weicht Wohnbebauung

Neviges : Ehemaliges Möbelhaus macht Platz für Wohnraum

An der Siebeneicker Straße entstehen zwei dreigeschossige Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 24 Mietwohnungen.

Neben neuen Wohnungen in der Stadthalle und auf dem Gelände des ehemaligen katholischen Krankenhauses werden weitere 24 Wohneinheiten an der Siebeneicker Straße geschaffen. Die markante Lagerhalle mit den orange­farbenen Streifen dort, die lange ein SB-Möbelhaus beherbergte, über Jahre leer stand und zuletzt mit mäßigem Erfolg von einem Kettwiger Möbelhaus für Wohnindividualisten genutzt wurde, kommt weg. Die Verwaltung informierte den Bezirksausschuss jetzt über den bevorstehenden Abriss.

Zwei dreigeschossige Häuser
mit je vier Wohnungen pro Etage

Ein privater Eigentümer aus Düsseldorf plant auf dem Gelände zwei dreigeschossige Häuser mit je vier Wohnungen auf jeder Etage. Es handelt sich um Mietwohnungen, über eine öffentliche Förderung denkt der Investor noch nach. Die Häuser werden nicht barrierefreiund rollstuhlgerecht sein. Sie verfügen damit logischerweise über einen Aufzug. Die vorgeschriebenen Pkw-Stellflächen werden auf dem Gelände verwirklicht, eine Tiefgarage ist nicht vorgesehen. Die Neubauten sollen die Flucht mit der bestehenden Wohnbebauung aufnehmen. Einen Zeitpunkt, wann die Bagger anrücken, teilte der für Neviges zuständige Stadtplaner Tim Edler nicht mit.

Der Antrag der SPD-Fraktion, in dem die Verwaltung beauftragt wird, in Tönisheide ein Grundstück für den Bau einer weiteren Kindertagesstätte zu suchen, vertagten die Lokalpolitiker. Zuerst möchte man sich die Zahlen des Kindergartenbedarfsplan näher anschauen.

Eine längere Diskussion gab es über eine weitere Artenschutzprüfung zu Bebauung unweit des Jahnsportplatzes. An der Lukasstraße soll auf zwei Flurstücken ein Baufenster von 16 mal 16 Meter in einem parkartigen Anwesen geschaffen werden. Beigeordneter Jörg Ostermann legte dar, das eine zusätzliche Prüfung unnötig ist, weil ein Gutachten von 13. Mai diesen Jahres zu dem Ergebnis kommt, dass in den Bäumen des Plangebietes keine Hinweise auf Vorkommen geschützter, planungsrelevanter Arten gefunden wurden, die zumindest zeitweise in der Vegetationszeit dort ihre Fortpflanzungs- oder Ruhestätten haben. Artenschutzrechtliche Konflikte seien nicht zu erwarten, so dass eine vertiefende Prüfung der Stufe zwei nicht erforderlich sind.

Der Ausschuss votierte gegen die Stimmen von Grünen und Linken für den Entwurf des Bebauungsplans, der nun im nächsten Planungsausschuss und im Rat als Satzung beschlossen werden kann.