Wülfrath : Inselausstellung in der Diakonie-Kirche

n der Aprather Kirche laden wieder verschiedene Installationen zum Mitmachen ein.

. Zum wiederholten Male fungiert die Kirche auf dem Gelände der Bergischen Diakonie in Oberdüssel als spiritueller Ausstellungsort. Unter dem Motto „Reif für die Insel, Teil III“ finden Besucher in diesen Tagen die bereits dritte Installation von Künstlern, Mitarbeitern, Bewohnern und Klienten der Bergischen Diakonie. „Dieses Mal haben wir uns an dem Lutherlied orientiert und das Gebet „Vater unser“ mit aufgegriffen“, veranschaulicht Sunci Matijanic vom Offenen Atelier.

Gestaltet wurden die Malereien bereits im Lutherjahr 2017

Insgesamt neun quadratische Malereien lassen sich an den Kirchenwänden finden. Gestaltet wurden diese Kunstwerke bereits im Lutherjahr 2017, als 500 Jahre Reformation gefeiert wurde. „In der Zwischenzeit waren die Bilder entweder bei den Künstlern zuhause oder hingen an anderen Orten. Hier sind sie nochmal für eine Gemeinschaftsausstellung zusammengekommen“, erklärt die Kunsttherapeutin, die ebenfalls eines der Bilder angefertigt hat. „Die Bilder schließen den Kirchenraum optisch in seine Arme. Zumindest wirkt es so auf mich“ gibt sie wieder.

Inmitten des leergeräumten Kirchenschiffes lässt sich erneut der bunte Baum der Wünsche finden, der auch bei der zweiten Ausstellung als zentraler Blickfang diente. Gestaltet wurden die kleinen Plexiglasquadrate von Bewohnern einer Einrichtung aus Velbert. Ebenfalls bekannt ist auch die Insel, die einen großen Spiegel im Fokus hat. Zum Selbstbetrachten und Beobachten.

Neu hingegen ist eine nachempfundene, kleine Klagemauer. Und diese lädt zum Mitmachen ein, denn kleine Zettel und Stifte können mit Fürbitten beschrieben werden. „Die Zettel steckt man dann einfach zwischen die Steine. Vielleicht werden wir alle Fürbitten später sammeln und auf Plakate kleben“, überlegt Suni Matijanic und plant bereits die nächsten kreativen Angebote. „Unsere Kreativität funktioniert sehr gut gemeinsam. Wir überlegen zusammen, was wir als nächsten gestalten können“, freut sich die Künstlerin, die auch am aktuellen Jubiläumskalender des Offenen Ateliers feilt, das in diesem Jahr seinen 25. Geburtstag feiert (WZ berichtete).

Wie lange die Ausstellung in der Kirche zu sehen sein wird, steht noch nicht fest. „Das hängt von den aktuellen Corona-Vorgaben ab. Die dritte Ausstellung bleibt so lange, bis wir die Kirche wieder normal benutzen können“, erklärt Sunci Matijanic, die sich eine baldige Rückkehr zur Normalität wünscht. Nicht nur, damit die Jubiläumsangebote mit möglichst vielen Menschen stattfinden können, sondern auch damit die Kirche wieder als solche genutzt werden kann. „Der Altar steht schon wieder an seinem herkömmlichen Ort. Und eine kleine Taufe hat hier auch schon wieder stattgefunden“, kann sie berichten. Bis zur kompletten Rückkehr zum Kirchenalltag steht die Kunstinstallation Besuchern jeweils sonntags in der Zeit von 11 bis 12 Uhr offen. Eine vorherige Anmeldung ist nicht nötig.