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Handballer suchen noch nach ihrem Standort

Regionalliga : Handballer wissen noch nicht, wohin es geht

Regionalligst SG Langenfeld belegte beim Vorbereitungs-Turnier den vierten Platz – der ihm aber eher wenig zusagt. Am 14. September beginnt die neue Saison beim TV Aldekerk.

Wenn Markus Becker über seine Pläne bei den Regionalliga-Handballern der SG Langenfeld (SGL) spricht, kommt er immer wieder auf dieses eine Thema: Tempo. „Das ist unser Hauptaugenmerk, dort wollen und müssen wir uns verbessern“, sagt der Trainer der SGL. Knapp sechs Wochen hat er noch Zeit, um seiner umgebauten Mannschaft dieses Spielprinzip zu vermitteln. Dann beginnt am 14. September (19.30 Uhr) mit dem Spiel beim TV Aldekerk die neue Saison in der Regionalliga Nordrhein.

Beim Vorbereitungsturnier in Langenfeld bekam Becker jetzt frische Eindrücke – wobei aus seiner Sicht nur ein Teil der Tests wirklich aussagekräftig war. Beim 28:22 gegen den belgischen Klub Sporting NeLo zeigte die SGL eine Vorstellung nach dem Geschmack des Trainers. Seine Mannschaft sei mit „viel Schwung und Geschwindigkeit“ ins Spiel gekommen: „Das, was uns spielerisch fehlt, machen wir derzeit mit Kampf wett.“

Als keine drei Stunden später dann das Duell mit dem Zweitligisten TSV Bayer Dormagen folgte, zahlte die SGL den Preis fürs hohe Tempo im ersten Auftritt – 18:28. „Das zweite Spiel war mehr eine Fitnesseinheit. Die Jungs waren echt fertig“, urteilte der SGL-Coach. Insgesamt sah er aber viele Punkte, „auf denen man aufbauen“ kann. Nach dem 27:31 gegen den Drittligisten Leichlinger TV belegte die SGL im Sechserfeld den vierten Rang.

Was die aktuellen Leistungen für die neue Saison bedeuten, ist nicht seriös einzuschätzen. Als sicher gilt jedoch, dass die Regionalliga so gut wie lange nicht besetzt ist. Umso größer wird die Herausforderung für die SGL, die sich nach dem Abstieg aus der 3. Liga besonders im Rückraum neu aufgestellt hat – mit den Brüdern Sebastian und Christian Pagel sowie mit Tim Rahmann und Ole Völker. Außerdem holte die SGL Jascha Schmidt (Torwart) und Matis Pötsch (Rechtsaußen). „Sie lösen das derzeit schon sehr gut“, lobt Becker. Christian Pagel (verletzt) ist zwar noch nicht einsatzfähig, doch auf der anderen Seite steht Spielmacher André Boelken vor seinem Comeback (nach Kreuzbandriss) .

In den verbleibenden Wochen will der Trainer in erster Linie an taktischen Elementen arbeiten. Ein Ziel: Die Mannschaft soll in der Offensive noch flexibler auf Deckungsvarianten ihrer Gegner reagieren können. In Sachen Mentalität erkenne er bereits Fortschritte im Vergleich zum Vorjahr: „Wir veranstalten viele Team-Events und haben dafür auch schon einmal auf eine Trainingseinheit verzichtet.“

Mit einer Vorgabe für die nächste Saison tun sich die Langenfelder schwer. „Eine sportliche Zielsetzung ist in diesem Sinne nicht möglich“, sagt auch der Sportliche Leiter Dennis Werkmeister.

Er legt den Fokus auf die Weiterentwicklung der Spieler. Die Verbindung zwischen der ersten und zweiten Mannschaft, die er nun wieder selbst trainiert, soll durchlässiger werden. In Julian Schulz schaffte bereits ein Spieler den internen Sprung nach oben und weitere sollen folgen.

Die SGL-Zweite nahm ebenfalls am Turnier um den Select-Cup teil, bekam im Duell mit dem Leichlinger TV aber ihre Grenzen aufgezeigt – 13:27. Werkmeister: „Im ersten Durchgang war ich noch zufrieden, dann sind wir leider eingebrochen.“ Es folgte eine weitere hohe Niederlage gegen den Zweitligisten HSG Krefeld (20:35), ehe es im Spiel um den fünften Platz gegen Sporting NeLo noch einen Erfolg gab (28:27 nach Siebenmeterwerfen).