Sensation in Paris: Krefelder Tennisspieler steht im Halbfinale der French Open

Sensation in Paris : Krefelder Tennisspieler steht im Halbfinale der French Open

Eine Sensation in der Tenniswelt: Underdog Marco Cecchinato hat Novak Djokovic geschlagen und steht im Halbfinale der French Open. In der Bundesliga schlägt er für einen Krefelder Tennisverein auf.

Krefeld/Paris. Marco Cecchinato, der in der Bundesliga für den HTC Blau-Weiß Krefeld aufschlägt, hat sensationell das Halbfinale der French Open in Paris erreicht. Der 25-Jährige bezwang am Dienstagabend in einem spannenden Match den ehemaligen Weltranglisten-Ersten und French-Open-Sieger Novak Djokovic (Serbien) mit 6:3, 7:6 (7:4), 1:6 und 7:6 (13:11).

Es ist eine Reise, wie der Italiener Cecchinato seinen Weg bei den French Open selbst vor der Partie beschrieb. Die Nummer 72 der Welt zählt ohne Frage zu den Attraktionen in der Herren-Konkurrenz am Pariser Bois de Boulogne. Im offiziellen Twitter-Konto der French Open hieß es über den Mann aus Palermo schon: „Das ist die italienische Sensation von Roland Garros 2018.“

Der 25-Jährige hatte sich imposant ins Feld der letzten Acht gespielt. In der ersten Runde überwand er den Rumänen Marius Copil nach Zweisatz-Rückstand noch mit 2:6, 6:7, 7:5, 6:2 und 10:8. Dann schlug er in drei Durchgängen den Argentinier Marco Trungelliti mit 6:1, 7:6, 6.1. Danach wartete der Spanier Pablo Carreno Busta. Der erste Satz ging verloren, dann aber hieß es 7:6, 6:3, 6:1. Gegen den Belgier David Goffin, immerhin Neunter der ATP-Weltrangliste, hieß es nach zwei Stunden und 31 Minuten: 7:5, 4:6, 6:0 und 6:3.

Der Schweizer „Tagesanzeiger“ titelte vor dem Duell mit Djokovic: „Dieser Italiener überrascht alle in Paris.“ Die nächste Überraschung kann er gegen Dominic Thiem (Österreich) anpeilen. Der bezwang den als Mitfavoriten auf den Turniersieg gehandelten Hamburger Alexander Zverev. Der 21-jährige Deutsche war bei der 4:6, 2:6, 1:6-Schlappe allerdings durch eine Oberschenkelverletzung gehandicapt.

Auch Krefelds Argentinier Maximo Gonzalez lässt im Doppel an der Seite des Chilenen Nicolas Jarry von sich hören. Beide stehen im Viertelfinale gegen das französische Paar Pierre Hugues Herbert/ Nicolas Mahut. Für den Krefelder Publikumsliebling Paolo Lorenzi war dagegen in Runde eins gegen den Südafrikaner Kevin Anderson mit 1:6, 2:6 und 4:6 Schluss.

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