Krefelder Maskottchen kommen zum WZ-Blutspendetag am 21. Februar

Blutspende : Krefelder Maskottchen kommen zum WZ-Blutspendetag

Die Spendenbereitschaft in Krefeld könnte besser sein. Aktionstag von Rotes Kreuz und WZ am 21. Februar.

Blutspenden retten Leben. Deshalb kommen hoffentlich viele Leserinnen und Leser zum Blutspendetag von Deutschem Roten Kreuz und Westdeutscher Zeitung am Donnerstag im Medienhaus an der Rheinstraße.

Bei aller Ernsthaftigkeit des Anlasses bleibt freilich Raum für ein bisschen Spaß. Für gute Stimmung sorgen die Maskottchen der Krefelder Sportclubs mit einer Autogrammstunde (13 bis 14 Uhr). Elefanten und Pinguine können zwar nicht spenden, dennoch schauen der Grotifant vom KFC und Kevin vom KEV vorbei. Mit „Eddie the Eagle“ von der HSG Krefeld ist das Promi-Trio komplett. Ganz schön viel los für ein bisschen Blut, könnte man meinen. Doch in Deutschland wird viel zu wenig davon gespendet, die Krefelder Bilanz ist desolat. Der Blutspendentag soll die Lage verbessern. Wie genau läuft das? Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick.

Wie steht es um die Spendenbereitschaft der Krefelder?

In Krefeld ging die Spendenbereitschaft in den vergangenen Jahren deutlich zurück. Im Jahr 2002 gaben noch 3500 Menschen in der Stadt einen Teil ihres Bluts, 15 Jahre später war es nur noch die Hälfte. Eine Erklärung für den Rückgang hat das Rote Kreuz nicht. Im Jahr 2017 erhielten die Krefelder Krankenhäuser 7600 Konserven, im Stadtgebiet wurden aber nur 1444 Konserven gespendet.

Wer darf an der Blutspende teilnehmen?

Grundsätzlich sollten sich die Spender gesund fühlen. Wer zum ersten Mal helfen möchte, sollte zwischen 18 und 65 Jahren alt sein. Ältere dürfen weiter mitmachen, solange es ihre Konstitution zulässt. Zwischen zwei Spenden sollten mindestens acht Wochen liegen. Einige weitere Ausschlusskriterien gelten. Zum Beispiel dürfen Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen oder ständiger Arzneimittelbehandlungen nicht teilnehmen.

Wie läuft so eine Blutspende eigentlich ab?

Die Spende selbst dauert nur wenige Minuten. Drumherum ist aber ein bisschen was zu tun. Die Spender registrieren sich vorher, ihre Daten werden aufgenommen. Nach einer kurzen ärztlichen Untersuchung geht es los. Im Anschluss an die Spende gibt es noch eine kurze Erholungsphase mit einem Getränk und einem Snack. Die Spender können ein bisschen quatschen und schon ist nach einer Stunde alles vorbei.

Was passiert nach der Spende mit dem Blut?

Über einen Zwischenstopp kommen die Konserven in das zentrale DRK-Labor in Hagen. Dort wird das Blut untersucht. Stellen die Fachleute etwa Geschlechtskrankheiten fest, kommt das Blut aus dem Kreislauf und der Spender wird informiert. Ansonsten wird das Blut in die Bestandteile Blutkörperchen, Blutplättchen und Plasmapräparate. So kann eine Spende mehrere Menschen retten.

Wer erhält so eine Blutspende eigentlich?

Das Schlimmste, was einem Kölner passieren kann, ist, dass ein Düsseldorfer seine Spende erhält, scherzen DRK-Vertreter ab und an. Sprich: Die Konserven werden in der Region verteilt, aus der sie ursprünglich kommen. Das Krefelder Blut landet in den Regierungsbezirken Köln und Düsseldorf.

Häufig kursiert die Vermutung, dass vor allem Unfallpatienten geholfen wird. Sie erhalten aber tatsächlich nur zwölf Prozent der Spenden. Statistisch gesehen wird das meiste Blut, knapp 20 Prozent, inzwischen zur Behandlung von Krebspatienten benötigt. Es folgen Erkrankungen des Herzens sowie Magen- und Darmkrankheiten.

Wann können Spender zu WZ und DRK kommen?

Der WZ-Blutspendetag findet am Donnerstag, 21. Februar, von 10 bis 18 Uhr statt. Wer mitmachen möchte, kann ins Medienhaus an der Rheinstraße 76 kommen. Alle die mit dem Auto anreisen, können den Wagen im Sparkassenparkhaus nebenan abstellen. Kinder bekommen während die Eltern spenden ein kleines Unterhaltungsprogramm geboten.

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