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Krefeld: Initiative kämpft gegen Ausweisung von neuen Baulandflächen

Regionalplan : Schon 700 Unterschriften gegen neues Bauland in Krefeld

Eine Bürgerinitiative ruft Fraktionen auf, eine Regionalplan-Änderung in Krefeld abzulehnen. Aus Sicht der Initiative gibt es für neue Baulandflächen in Krefeld keinen Bedarf.

Die Bürgerinitiative Freiraum Nord-West hat sich mit einem Brief an alle Fraktionen des Krefelder Stadtrats gewandt. Darin kritisiert sie die durch die Bezirksregierung Düsseldorf geplanten Änderungen des Regionalplans – insbesondere die Pläne für die Fläche zwischen Obergplatz und Ottostraße.

„Bei der Sammlung von Unterschriften konnten wir bereits über 700 Unterzeichner gewinnen“, heißt es in dem Brief, den Ute Meding und Hans-Axel Kemna unterzeichnet haben. Die parallel laufende Online-Petition habe nun mehr als 1000 Teilnehmer.

Aktion und Eingaben werden vorbereitet

„Wir werden am 21. September in Kooperation mit der Gruppe, die in Hüls aktiv ist, eine öffentliche Aktion vor Ort durchführen“, kündigen die beiden Vertreter an. Auch seien Eingaben an die Bezirksregierung in der Landeshauptstadt und an den Stadtrat in Vorbereitung.

Die Initiative wird von den Vereinen Mallewupp und Uhlenhorst unterstützt und kämpft gegen eine Änderung des Regionalplans, da dadurch Bauvorhaben ermöglicht werden könnten. Aus Sicht der Initiative gibt es für neue Baulandflächen in Krefeld weder einen Bedarf von mehr als 4000 Wohneinheiten, noch sei das Ganze ökologisch vertretbar.

„Wir fordern Sie darum auf, sich klar gegen die geplanten Änderungen in allen dafür in Frage kommenden Gremien auszusprechen, und zwar über den Zeithorizont bis zur nächsten Kommunalwahl hinaus“, heißt es weiter in dem Brief. Im Interesse aller Krefelder dürften die vorgeschlagenen Änderungen in dieser Form nicht umgesetzt werden. Der Erhalt der Flächen müsse langfristig gesichert werden.